Quitte
Quittenbäume stellen eine faszinierende Verbindung aus Zierstrauch und Nutzpflanze dar, die Ihrer Gartengestaltung einen Hauch von Tradition und betörenden Duft verleiht. Diese anspruchslosen Gehölze bezaubern Sie im Frühling mit großen, auffälligen Blüten, die eine große Anziehungskraft auf Bienen ausüben, während sie im Herbst eine Fülle von intensiv duftenden Früchten mit goldgelber Schale bieten. Quitten sind zwar nicht zum Rohverzehr bestimmt, aber aufgrund ihrer hervorragenden geliereigenschaften unübertroffen bei der Herstellung von Marmeladen, Gelees und Likören. Wählen Sie aus unseren widerstandsfähigen Sorten, die sich durch hohe Frostbeständigkeit auszeichnen und auch in modernen Gärten zuverlässig Früchte tragen.
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Quitten: Renaissance des vergessenen Obstes unserer Großmütter
Die Quitte (Cydonia oblonga) gehört zu den Obstsorten, die in den letzten Jahren zu Recht in die tschechischen Gärten zurückkehren. Dieses Holzgewächs, das ursprünglich aus der Kaukasusregion stammt, wird nicht nur für seine Früchte, sondern auch für seinen hohen ästhetischen Wert geschätzt. Sie wächst als kleinerer Baum oder als ausladender Strauch und erreicht im ausgewachsenen Zustand eine Höhe von etwa 3–5 Metern, was sie auch für mittelgroße Gärten geeignet macht. Ihre Blätter haben eine interessante filzige Textur und die goldgelbe Herbstfärbung der Blätter verleiht dem Garten einen warmen Ton.
Sortenauswahl: Apfelförmige vs. birnenförmige Quitten
Bei der Auswahl eines Setzlings orientieren sich Züchter normalerweise an der Form der Früchte, die auch ihre Verwendung und ihr Aroma bestimmt. In unserem Angebot finden Sie ein breites Spektrum bewährter Sorten:
- Birnenförmige Quitten: Kultivare wie 'Vranja', 'Bereckého', 'Lescovac' oder 'Portugal' haben eine längliche Form. Sie sind oft aromatischer und sehr beliebt für die Herstellung von hausgemachten Schnäpsen und Likören.
- Apfelförmige Quitten: Kultivare wie 'Champion', 'Ronda' oder 'Uśpiech' haben eine rundere Form. Sie zeichnen sich durch ein sehr festes Fruchtfleisch aus und eignen sich hervorragend zum Kochen.
- Resistente Neuheiten: Der Kultivar 'Cydora Robusta' zeichnet sich durch eine erhöhte Resistenz gegen den Feuerbrand aus, während 'Ispolinskaja' oder 'Aurelia' überdurchschnittlich große Früchte bieten.
Anbau und Standortansprüche
Quitten sind relativ anspruchslos, benötigen aber für eine reiche Ernte und die Qualität der Früchte spezifische Bedingungen. Die Pflanzen werden an einem vollsonnigen, geschützten Standort gepflanzt, denn je mehr Wärme der Baum erhält, desto intensiver wird das Aroma seiner Früchte. Der Boden sollte tiefgründig, gut durchlässig und humusreich sein. Es ist wichtig, stark kalkhaltige Böden zu meiden, die bei Quitten Chlorose (Gelbfärbung der Blätter) verursachen. Ideal ist ein neutraler bis leicht saurer Boden-pH-Wert.
Ernte und Verarbeitung der Ernte
Quittenfrüchte sind im rohen Zustand sehr hart und herb, daher werden sie ausschließlich nach Wärmebehandlung verwendet. Die Ernte erfolgt so spät wie möglich, normalerweise im Oktober. Die wichtigste Regel ist, die Quitten nach der Ernte einige Wochen an einem kühlen Ort reifen zu lassen. Während dieser Zeit werden die Früchte weich und ihr typisches, tiefes Aroma entfaltet sich. Dank ihres extrem hohen Pektingehalts werden Quitten hauptsächlich zur Herstellung von festen Gelees, Marmeladen und dem sogenannten „Quittenbrot“ verwendet. Sie sind auch eine großartige Ergänzung zu Braten, insbesondere zu Wildgerichten.
Schnitt und Langzeitpflege
Quittenbäume erfordern keinen so radikalen Schnitt wie Apfelbäume. In den ersten Jahren nach der Pflanzung wird ein Erziehungsschnitt durchgeführt, um eine stabile Krone zu etablieren. Bei ausgewachsenen Bäumen wird im Frühjahr nur ein Auslichtungsschnitt empfohlen, bei dem sich kreuzende oder verdichtende Äste entfernt werden. Quittenbäume vertragen Trockenheit dank ihres tiefen Wurzelsystems sehr gut und sind vollständig frostbeständig (bis zu -25 °C).
