Zitruspflanzen sind immergrüne Sträucher oder Bäume mit dichter Verzweigung, die je nach Anbaubedingungen unterschiedliche Höhen erreichen. Einige Arten besitzen Dornen in den Blattachseln, während andere dornenlos sind. Ihre Blätter sind wechselständig und einfach, und die Blüten erscheinen einzeln oder in Trauben. Ursprünglich stammen sie aus den Tropen und Subtropen Asiens, werden heute jedoch fast auf der ganzen Welt kultiviert.
Pflanzung und Substrat:
Beim Anbau von Zitruspflanzen in Gefäßen ist es wichtig, ein ausreichend großes Gefäß mit guter Drainage zu wählen, um Staunässe und das Faulen der Wurzeln zu verhindern. Das Substrat sollte durchlässig und nährstoffreich sein, idealerweise leicht alkalisch.
Düngung:
Die Düngung von Zitruspflanzen ist ein wesentliches Element der Pflege, wobei es viele falsche Informationen und Mythen zu diesem Thema gibt. Für den Erhalt sattgrüner Blätter ist ein hoher Kalziumgehalt in Verbindung mit mittelhartem Wasser und der Verwendung von Kalksalpeter entscheidend. Es wird empfohlen, die Düngungsfrequenz im Winter zu erhöhen, den Phosphorgehalt zu senken und höhere pH-Werte im Boden zu tolerieren.
Da Kalzium in der Pflanze nicht mobil ist und Zitruspflanzen das ganze Jahr über wachsen, ist es unerlässlich, ihnen Kalzium regelmäßig und in ausreichender Menge zuzuführen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Verwendung von sauren Düngern zum Auswaschen von Kalzium führen kann.
Für eine effektive Düngung wird empfohlen, Kalksalpeter mit Kaliumsulfat zu mischen. Zur Herstellung einer Düngerlösung ist eine Mischung aus 0,3 % Kalksalpeter und 0,3 % Kaliumsulfat ideal. Diese Lösung sollte abwechselnd mit speziellen Zitrusdüngern wie zum Beispiel „Citrus Speciál“ verwendet werden. Die empfohlene Düngungsfrequenz beträgt im Sommer einmal alle 2 Wochen und im Winter einmal im Monat. Durch die Einhaltung der richtigen Düngung können Sie ein gesundes Wachstum und eine reiche Ernte Ihrer Zitruspflanzen sicherstellen.
Bewässerung:
Die Bewässerung sollte im Winter reduziert werden, wobei das Substrat nur leicht feucht zu halten ist. Beim Gießen sollte das Wasser Zimmertemperatur haben, um einen Schock durch zu kaltes Wasser zu vermeiden.
Schnitt:
Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt von Zitrusbäumen ist das Ende des Winters, wenn die Bäume noch nicht wachsen und keine Blüten ansetzen. Beim Schneiden sollte ein scharfes Messer verwendet werden. Kürzen Sie die Triebe auf eine Außenknospe zurück, um ein gesundes Wachstum der Pflanze zu fördern. Durch die Einhaltung dieser Grundsätze bleiben Ihre Zitrusbäume das ganze Jahr über gesund, vital und ertragreich.
Winterschutz der Pflanzen:
Obwohl Zitruspflanzen auch in den Wintermonaten blühen und fruchten können, ist es wichtig, auf ausreichend Licht und kühle Luft zu achten. Über den Winter ist ein heller, aber kühler Ort ideal, wie ein unbeheizter Wintergarten, ein kühler Flur oder ein wenig beheiztes Schlafzimmer. Die Temperatur sollte nicht unter 5 °C fallen, aber gleichzeitig auch nicht zu hoch sein. Diese Angaben können je nach Zitrusart leicht variieren. Nach dem 15. Mai können die Pflanzen in den Garten oder auf den Balkon gestellt werden. Sie sollten nicht an einem Ort mit zu starker Mittagssonne stehen, sondern leicht schattiert werden.
Autor: Kollektiv Prima Pflanzen
