Bei der Auswahl des richtigen Standorts für Ihre Pflanze müssen wir uns vor allem daran orientieren, dass Magnolien sonnige bis halbschattige Standorte an einem vor starkem Wind geschützten Ort bevorzugen. Schatten und pralle Mittagssonne sollten vermieden werden, da beides der Pflanze nicht gut tut. Sie bevorzugen vor allem wärmere Lagen, daher wird die Kultivierung in subalpinen oder alpinen Regionen etwas schwieriger sein, obwohl Magnolien frosthart sind. Gleichzeitig müssen wir die Höhe und Breite des jeweiligen Kultivars im Erwachsenenalter berücksichtigen und einen Standort mit ausreichend Platz wählen. Am besten kommt sie als Solitärpflanze zur Geltung.
Pflanzung und Substrat:
Der beste Monat für die Pflanzung von Magnolien ist der März oder April. Da Magnolien jedoch fast immer im Container und ausreichend durchwurzelt verkauft werden, können sie während der gesamten Vegetationsperiode gepflanzt werden. Der späteste Termin sollte jedoch zu einer Zeit liegen, in der der Boden noch warm ist, also maximal zu Beginn des Herbstes.
Magnolien benötigen einen Boden mit leicht saurer bis neutraler Reaktion. Daher empfehlen wir, Gartensubstrat mit Torf oder Kompost zu mischen. Berücksichtigen Sie, dass für Magnolien ein lockerer, nährstoffreicher und gut durchlässiger, aber stets feuchter Boden am besten ist. Ständige Staunässe verträgt sie hingegen nicht. Daher ist es ratsam, die Umgebung der Magnolie nach der Pflanzung mit Mulchrinde, Laub o. Ä. abzudecken, um die Feuchtigkeit zu halten.
Zögern Sie nicht, das Pflanzloch ausreichend groß auszuheben und die Erde den Anforderungen entsprechend anzupassen. Gleichzeitig sollten Magnolien jedoch nicht zu tief gepflanzt werden. Sie sind Flachwurzler, weshalb Sie jeden zukünftigen Eingriff in ihre Umgebung sorgfältig abwägen sollten. In der Zeit nach der Pflanzung und bis die Pflanze ausreichend eingewurzelt ist, sollte auf die Bewässerung geachtet werden (auch hier Vorsicht vor Staunässe).
Düngung:
Eine Nachdüngung der Magnolien ist während der Vegetationsperiode ratsam, entweder mit Mehrnährstoff-Mineraldüngern oder mit natürlichen Düngern wie Kompost, Hühnermist oder älterem, gereiftem Stallmist. Mit der Düngung sollte man es nicht übertreiben, um die flach ausgebreiteten Wurzeln nicht zu schädigen. Wenn eine Gelbfärbung der Blätter auftritt, leidet die Pflanze wahrscheinlich an Eisenmangel (Chlorose), was leicht mit einem Dünger für blühende Ziergehölze behoben werden kann. Hierbei ist eine direkte Blattanwendung im 14-tägigen Intervall bis zum Ergrünen der Blätter vorzuziehen (bei der Anwendung sollte es bewölkt sein, ohne direkte Sonne, oder man appliziert erst gegen Abend).
Bewässerung:
Bei Magnolien ist es notwendig, den Boden ausreichend feucht, aber nicht nass zu halten. Dabei hilft uns eine ausreichende Mulchschicht (siehe Pflanzung und Substrat).
Schnitt:
Der einzige Zeitraum, in dem ein Schnitt und eine Formgebung bei Magnolien erlaubt sind, ist vor der Pflanzung und bei sehr jungen Pflanzen, um die Verzweigung zu kontrollieren. Unerwünschte Äste werden über einer nach außen weisenden Knospe abgeschnitten. Ein Schnitt bei älteren und ausgewachsenen Magnolien wird nicht empfohlen! Sehr oft hören die Sträucher danach auf zu blühen. Wenn Sie dennoch einen Schnitt vornehmen möchten, sollte dies erst nach der Blüte geschehen, damit noch neue Knospen für das nächste Jahr angesetzt werden können (z. B. Entfernen alter und abgestorbener Äste).
Winterschutz der Pflanzen:
Magnolien sind frostharte Pflanzen, dennoch schützen wir junge Pflanzen im Winter durch frisch angehäufelten Mulch. Wir empfehlen zudem, die Blütenknospen vor Frühjahrsfrösten zu schützen, indem man ein Gartenvlies über die Pflanze wirft.
Krankheiten und Schädlinge:
Neben der Blattgelbfärbung durch Eisenmangel (siehe Düngung) kann es auch zu Gelbfärbung und weiteren Blattschäden durch Pilzbefall kommen. In einem solchen Fall kann Abhilfe durch den Einsatz von Fungiziden geschaffen werden. Weitere Schädlinge können Raupen und einige Insektenarten sein, die man mit handelsüblichen Insektiziden bekämpft. In der Regel werden jedoch die meisten Schäden, insbesondere an den Blättern, durch lang anhaltende Trockenheit verursacht.
Autor: Kollektiv Prima Pflanzen
