Das Heidekraut lässt sich hervorragend mit Rhododendren, Azaleen, Koniferen, aber auch mit hohen Gräsern kombinieren. Ebenso gut passen Efeu oder Immergrün (Vinca) zu ihm.
Es handelt sich um eine recht anspruchslose Pflanze, die kaum Pflege benötigt.
Im Garten kann das Heidekraut bis zu 15 Jahre alt werden. Sehr häufig wird es jedoch auch als einjährige Pflanze für die herbstliche Bepflanzung von Balkonkästen und Schalen verwendet.
Pflanzung und Substrat:
Heidekraut wird im Frühjahr oder Herbst gepflanzt. Überlegen Sie sich den Standort gut, da die Pflanze das Umpflanzen schlecht verträgt – es ist am besten, sie sofort an ihren endgültigen Platz zu setzen. Heidekraut benötigt für sein Wachstum einen sauren Boden und viel Sonne, um üppig zu blühen.
Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Setzlinge bis zum Boden hin grün sind. Wenn Heidekraut nicht regelmäßig geschnitten wird, verkahlen die Zweige von unten her und treiben an diesen Stellen nicht mehr neu aus.
Pflanzen Sie die Heide in eine Mischung aus Torf, Sand und Gartenerde. Bei einer Pflanzung in Balkonkästen können Sie auch spezielles Substrat für Moorbeetpflanzen oder Rhododendren und Azaleen verwenden. Der Pflanzabstand sollte ca. 20 Zentimeter betragen. Das Abdecken mit Mulchrinde bringt die Schönheit der Pflanzen besonders gut zur Geltung.
Düngung:
Sie können mit Dünger für Rhododendren oder Moorbeetpflanzen düngen. Der Dünger darf auf keinen Fall Kalk enthalten, da Heidekraut diesen nicht verträgt.
Bewässerung:
Eine mäßige Bewässerung ist ratsam. Auch im Winter sollte an frostfreien Tagen (während Tauperioden) gegossen werden, damit die Pflanzen nicht austrocknen.
Schnitt:
Damit das Heidekraut jedes Jahr schön blüht, muss es nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Kürzen Sie die Pflanze im späten Herbst um etwa ein Drittel ein. Alle drei bis vier Jahre können Sie der Pflanze einen Verjüngungsschnitt gönnen, nach dem eine zusätzliche Düngung empfehlenswert ist.
Winterschutz:
Heidekraut ist frost- und schneebeständig. Dennoch ist es besser, junge Pflanzen über den Winter mit Reisig, Vlies oder Mulchrinde abzudecken. Wenn Sie Heidekraut im Balkonkasten haben, umwickeln Sie das Gefäß mit Vlies oder isolieren Sie es mit Styropor, um ein Durchfrieren der Wurzeln zu verhindern.
Krankheiten und Schädlinge:
Junge Heidekrautpflanzen können in frühen Wachstumsphasen von Bodenpilzen gefährdet sein, die das Umfallen der Jungpflanzen verursachen (z. B. Pythium- oder Fusarium-Arten). Die Infektion äußert sich durch Schwarzfärbung der Jungpflanzen und Fäulnis der Wurzelhaare. An den Blättern bereits bewurzelter Pflanzen können braune Flecken auftreten.
Die Infektion entsteht vor allem bei starken Temperaturschwankungen und hoher Substratfeuchtigkeit. Vorbeugend hilft ein vorsichtiges Gießen und das Vermeiden von Staunässe. Befallene Pflanzen sollten umgehend entfernt werden. Zur Behandlung der verbleibenden gesunden Pflanzen können geeignete Fungizide (z. B. Präparate auf Basis von Pythium oligandrum oder Spezialmittel gegen Bodenpilze) verwendet werden.
Autor: Kollektiv Prima Pflanzen
