Anleitung zum Anbau von Petunien und Surfinien

Surfinien sind im Grunde hängende Petunien. Sie sind sehr beliebt und im Sommer in den Farben Weiß, Rosa, Blau oder Purpur zu bewundern. Sie eignen sich hervorragend für Balkonkästen oder Ampeln auf der Terrasse oder dem Balkon. Wenn auch Sie Surfinien anbauen möchten, sehen Sie hier, wie einfach die Pflege ist, wenn man ein paar Grundregeln beachtet.


 

Pflanzung und Substrat:

Wenn Sie Surfinien aus Samen ziehen möchten, müssen die Pflanzen am besten von Januar bis März vorgezogen werden. Das Auspflanzen an den endgültigen Standort empfehlen wir im Mai. Junge Pflanzen müssen entspitzt (entschuppt) werden, da sie sonst nicht buschig wachsen würden.

Surfinien müssen in Balkonkästen oder hängenden Töpfen kultiviert werden und benötigen ausreichend Platz für ihre Ausbreitung, da ihre Triebe im Sommer eine Länge von über einem Meter erreichen können. Es kommt häufig vor, dass diese Pflanzen so üppig und schwer werden, dass die Kästen ohne ordnungsgemäße Befestigung schnell am Boden liegen. Surfinien lieben viel Licht, daher ist ein sonniger Standort unerlässlich. Was Surfinien jedoch im Gegensatz zu Geranien nicht mögen, sind starker Regen und Wind. Ihre Triebe sind viel zerbrechlicher und starker Wind kann sie leicht brechen; Regen wiederum beschädigt die zarten Blüten. Sollte es dennoch zu einem solchen „Unfall“ kommen, stirbt die Pflanze nicht ab, sondern wächst weiter.

Was den Boden betrifft, ist es ratsam, wie bei Geranien eine gut durchlässige und nährstoffreiche Erde zu wählen. Wenn Sie sich für den Kauf von Erde entscheiden – was der einfachste und schnellste Weg je ist – ist Erde für Geranien oder Balkonpflanzen die richtige Wahl. In einen Balkonkasten mit einer Länge von 50 bis 60 cm pflanzen Sie idealerweise 3 Pflanzen.

Düngung:
Auch die Düngung ist bei Surfinien ein wichtiges Thema; die ideale Häufigkeit ist einmal pro Woche mit einem Dünger für Balkonpflanzen. Die Pflanzen benötigen reichlich Nährstoffe. Am besten mischen Sie Langzeitdünger in Form von Granulat unter das Substrat und düngen zusätzlich mit Flüssigdünger über das Gießwasser nach.

 

Bewässerung:

Bei Surfinien darf das Gießen niemals vergessen werden. Diese Pflanzen lieben Feuchtigkeit. Am besten verwenden Sie Selbstbewässerungskästen, die im Gartencenter oder Baumarkt erhältlich sind. „Selbstbewässernd“ bedeutet jedoch nicht, dass sich die Pflanzen das Wasser allein holen; es ist notwendig, jeden Tag oder zumindest jeden zweiten Tag die Kästen zu kontrollieren und bei Bedarf Wasser zusammen mit Dünger nachzufüllen.

 

Vermehrung:

Surfinien können auf zwei Arten vermehrt werden: durch Aussaat oder durch die bei uns am häufigsten angewandte Methode – Stecklinge. Die Stecklingsvermehrung sollte während der aktiven Wachstumsphase erfolgen. Schneiden Sie die Spitze der Surfinie direkt unter einem Blattknoten ab, lassen Sie die Schnittstelle (am besten bis zum nächsten Tag, nicht in der Sonne) antrocknen, entfernen Sie das unterste Blatt und stecken Sie den Trieb in eine Mischung aus Sand und Torf (Verhältnis 2:2:1). Die Erde darf nicht zu nass sein, damit der Trieb nicht fault. Alternativ können Sie den Steckling auch in ein Glas Wasser stellen und erst nach der Wurzelbildung in Substrat umtopfen.

 

Winterschutz der Pflanzen:

Für den Winter sollten die Kästen mit den Surfinien in einen hellen und kühlen Raum gestellt werden. Reduzieren Sie die Bewässerung, achten Sie aber darauf, dass das Substrat nicht vollständig austrocknet. Düngen Sie im Winter nicht mehr. Wenn die Überwinterung gelingt, können Sie die Pflanze im Frühjahr durch Stecklinge vermehren.

 

Krankheiten und Schädlinge:

Surfinien sind am häufigsten vom Echten Mehltau betroffen. Wir empfehlen, die Blumen präventiv mit einem Mittel gegen diese Krankheit zu behandeln. In jedem guten Blumenfachgeschäft oder Gartencenter wird man Sie gerne beraten, welches Spritzmittel am besten geeignet ist.

 

Autor: Kollektiv Prima Pflanzen