Anleitung zum Anbau von Felsenbirnen

Die Felsenbirne gehört in unseren Gärten zwar immer noch zu den weniger verbreiteten Gehölzen, die wegen ihrer ausgesprochen süßen Früchte angebaut werden, gewinnt jedoch gerade wegen dieser Früchte und ihrer Verwendung in der modernen Ernährung immer mehr an Beliebtheit. Die Felsenbirne an sich ist ein sehr markanter Zierstrauch, der auch für die Pflanzung in Hecken verwendet werden kann. Sie ist absolut anspruchslos im Anbau; die meiste Pflege fällt lediglich beim regelmäßigen Beschneiden an. Wenn Sie sich für diesen Strauch entscheiden, bedenken Sie, dass er Ihren Garten 40 bis 50 Jahre lang schmücken kann.


 

Pflanzung und Substrat:

Die Felsenbirne wird an einem sonnigen oder halbschattigen Standort gepflanzt, wobei pralle Mittagssonne vermieden werden sollte. An die Bodenbeschaffenheit stellt sie keine hohen Ansprüche; handelsübliche Gartenerde, die gut durchlässig ist, reicht völlig aus. In die vorbereitete Pflanzgrube sollte gut ausgereifter Kompost eingearbeitet werden. Der Abstand zwischen den einzelnen Sträuchern sollte etwa 3 m betragen.

 

Düngung:

Mit der Düngung sollte man es nicht übertreiben; es kann mit Kompost oder handelsüblichen Düngern für Ziergehölze nachgedüngt werden.

 

Bewässerung:

Nach dem Anwurzeln verträgt die Felsenbirne auch kurzzeitige Trockenperioden. Dennoch sollten wir ihr in den heißen Sommermonaten lieber eine ausgiebigere Bewässerung gönnen.

 

Schnitt:

Die Pflanze kann als Strauch oder auch als Stämmchen gezogen werden. Ein Stämmchen lässt sich leicht heranziehen, indem man unnötige Zweige am stärksten und geradesten Stamm bis etwa 1 m über dem Boden entfernt. Bei der Strauchvariante werden lediglich zwei Hauptstämme zurückgeschnitten, wenn sie zu nah beieinander wachsen. Das grundlegende Vorgehen beim Schnitt ist mehr oder weniger identisch mit dem Rückschnitt von Johannisbeersträuchern.

 

Winterschutz der Pflanzen:

Die Felsenbirne ist eine frostharte Pflanze. Sogar die Blüten vertragen Frost bis zu -6 °C. Es ist keine besondere Pflege erforderlich.

 

Krankheiten und Schädlinge:

Felsenbirnen leiden unter unseren Bedingungen kaum unter bedeutenden Krankheiten oder Schädlingen; ausnahmsweise können sie von Rost oder Pilzen befallen werden, die auch bei Obstbäumen üblich sind.

 

Autor: Kollektiv Prima Pflanzen