Anleitung zum Anbau der Maibeere (Sibirische Blaubeere)

Haben Sie Schwierigkeiten beim Anbau von Heidelbeeren? Ein vollwertiger Ersatz kann die Maibeere (Sibirische Blaubeere) sein. Im Gegensatz zu anderen Geißblatt-Arten, die als Ziersträucher gepflegt werden, trägt diese Pflanze schmackhafte kleine Früchte, die farblich an Blaubeeren erinnern. Sie ist jedoch wesentlich anspruchsloser in der Pflege. Da es sich um eine fremdbestäubende Pflanze handelt, empfehlen wir unbedingt die Pflanzung von zwei oder mehr Sträuchern (verschiedener Sorten), um eine gegenseitige Bestäubung zu gewährleisten.


 

Standort und Substrat:

Die Maibeere gibt sich mit ganz normaler Gartenerde zufrieden; gut angewurzelte Sträucher vertragen kurzzeitig sogar trockenere Bedingungen. Sie gedeiht gut im Halbschatten, ist aber eigentlich ein lichtliebender Strauch. An einem sonnigen Standort trägt sie reichlicher Früchte und bildet ein dichteres Blattwerk aus. Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, wobei eine Pflanzung im Frühjahr ebenfalls möglich ist (Containerpflanzen können bedenkenlos die ganze Saison über gepflanzt werden). Heben Sie ein Pflanzloch von ca. 50x50x50 cm aus und arbeiten Sie an der Basis gut verrotteten Kompost ein. Der ideale Pflanzabstand zwischen den Sträuchern beträgt anderthalb bis zwei Meter. Nach der Pflanzung ist praktisch kein Rückschnitt erforderlich. Um die Feuchtigkeit im Boden zu halten, empfiehlt es sich, den Wurzelbereich mit Mulchrinde abzudecken.

 

Düngung:

In den ersten drei Jahren düngen wir während der Wachstumsphase mit einem Volldünger. Nach der ersten Ernte reicht eine herbstliche Nachdüngung mit hochwertigem Kompost vollkommen aus.

 

Bewässerung:

Kurz nach der Pflanzung sollte intensiver gegossen werden. Danach reicht es aus, die Erde mäßig feucht zu halten.

 

Rückschnitt der Sträucher:

Wie bereits erwähnt, benötigt die Maibeere in den ersten Jahren de facto keinen Rückschnitt. Der erste Verjüngungs- und Erhaltungsschnitt erfolgt etwa im vierten Standjahr. Dabei wählen wir ca. 12 kräftige Haupttriebe aus und entfernen waagerechte oder hängende Zweige. Die ausgewählten Äste werden über einer Verzweigung eingekürzt, um die Bildung neuer starker Triebe zu fördern. Die beste Zeit für den Schnitt ist der Herbst nach dem Laubfall oder das zeitige Frühjahr vor dem Austrieb.

 

Winterschutz:

Die Maibeere ist vollkommen frosthart und benötigt keine besondere Pflege in den kalten Monaten. Wer ganz sichergehen möchte, kann junge Pflanzen im Winter mit Reisig oder angehäufeltem Laub schützen.

 

Krankheiten und Schädlinge:

Es mag unwahrscheinlich klingen, aber die Maibeere wird praktisch von keinen Krankheiten oder Schädlingen befallen. Ein Vertrocknen der Blätter im Juli ist unbedenklich und kein Krankheitszeichen – die Maibeere hat eine kurze Vegetationsperiode, weshalb dies ein natürlicher Prozess des beginnenden Ruhezustands ist.

 

Autor: Kollektiv Prima Pflanzen