Winterzwiebel (Heckenzwiebel) Allium fistulosum var. bulbiferum
Artikelnummer: 135012Produktdetailbeschreibung
Winterzwiebel (Heckenzwiebel) - Winterzwiebel mit Brutzwiebeln aus der Familie der Amaryllisgewächse. Es handelt sich um ein ausdauerndes Gemüse, das mit der Küchenzwiebel verwandt ist, jedoch keine große lagerfähige Zwiebel bildet, sondern Horste und vor allem hohles Laub liefert. Typisches Merkmal sind die Brutzwiebeln im Blütenstand, die die Samen teilweise ersetzen und die Vermehrung erleichtern. Die Pflanzen werden meist 40–70 cm hoch und breiten sich allmählich zu Horsten von 25–40 cm aus. Von Juni bis August können sie kugelige Doldenblütenstände mit weißen Blüten tragen, bei dieser Varietät verwandeln sich diese jedoch häufig in eine Ansammlung von Brutzwiebeln. Das Laub hat einen feinen Zwiebel- bis Knoblaucharoma und -geschmack und eignet sich für Brotaufstriche, zu Brot, für Suppen und zum Garen. Die Brutzwiebeln werden wie kleine Zwiebeln verwendet, lassen sich kurz anbraten, zu Gemüsemischungen geben oder süßsauer einlegen. Im Garten wirkt die Pflanze zugleich als Nutz- und Zierstaude und bietet während der Blüte Bestäubern Nektar und Pollen.
Anbau: Geeignet ist ein sonniger bis leicht halbschattiger, idealerweise windgeschützter Standort, damit die hohlen Blätter nicht abknicken. Am besten passt ein sandig-lehmiger bis lehmiger, durchlässiger und mäßig nährstoffreicher Boden mit einem pH-Wert von etwa 6,0–7,5. Auf schweren Böden bewähren sich eine Drainageschicht und eine Kompostbeigabe, in Gefäßen ein Substrat mit erhöhtem mineralischem Anteil. Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr etwa von März bis April, bei ausreichender Bodenfeuchte auch im Spätsommer. Gepflanzt wird mit etwa 25–30 cm Abstand, was ungefähr 9–12 Pflanzen pro m² entspricht. Gegossen wird vor allem während der Einwurzelung und in längeren Trockenperioden, Staunässe führt zu Fäulnis am Wurzelhals. Im Frühjahr wird üblicherweise mit Kompost oder einem stickstoffbetonten Dünger für den Laubaustrieb gedüngt, im Sommer wird eher Kalium für das Ausreifen gegeben. Das Laub wird laufend von April bis Oktober geerntet, die Brutzwiebeln meist im Juli bis August. Der Schnitt besteht im laufenden Abschneiden des Laubs und gegebenenfalls im Entfernen der Schäfte, wenn feineres Laub gewünscht ist. Nach 2–3 Jahren werden die Horste durch Teilung verjüngt, damit sie vital bleiben. Gut eingewachsene Pflanzen sind in unseren Breiten bis etwa -25 °C frosthart, junge Pflanzungen profitieren von einer leichten Mulchschicht. An Krankheiten können bei dauerhaft feuchtem Laub Falscher Mehltau und Rost auftreten, an Schädlingen Thripse und Knoblauchfliegen. Fruchtwechsel und ein luftiger Pflanzabstand senken das Risiko meist deutlich. In Gefäßen bewährt sich ein Volumen von mindestens 5–7 l pro Horst, der Winterschutz besteht vor allem darin, Staunässe zu vermeiden und den Topf zu isolieren, damit die Wurzeln nicht wiederholt durchfrieren. Gut kombinieren lässt sie sich mit Möhren, Salaten oder Erdbeeren, nach anderen Zwiebelgewächsen empfiehlt sich dagegen wegen bodenbürtiger Krankheiten eine Anbaupause von mehreren Jahren.
Autor: Kristýna | Revision: 10.02.2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Kräuter & Heilpflanzen |
|---|---|
| EAN: | 2284900498800 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 40-60, 60-80 |
| Blütenfarbe: | Weiß |
| Blütezeit: | Juni, Juli, August |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Allium B: CZ-4282 C: 26/FP/0035 D: NL |
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