Wilde Karde Dipsacus fullonum
Artikelnummer: 0796Produktdetailbeschreibung
Wilde Karde - syn. D. sylvestris. Die stattliche zweijährige Pflanze stammt aus Europa und Westasien und wächst in Mitteleuropa natürlicherweise auf feuchten Wiesen, Böschungen und an Wegrändern. Im ersten Jahr bildet sie eine bodennahe Rosette aus lanzettlichen Blättern, im zweiten Jahr wächst daraus ein aufrechter, stacheliger Stängel von meist 1,5–2,0 m Höhe und etwa 0,6–0,8 m Breite. Die Blätter sind an der Basis häufig zu schalenförmigen „Becken“ für Regenwasser verwachsen. Der Blütenstand besteht aus eiförmigen bis walzenförmigen Köpfchen von 4–8 cm, um die sich im Sommer ein wandernder Ring kleiner, hellvioletter Blüten zeigt. Nach der Blüte bleiben feste Samenstände zurück, die sich für Trockengestecke eignen, geerntet werden sie für Dekorationen meist im August und September. Zugleich sind sie bei Vögeln sehr begehrt, vor allem wenn sie über den Winter im Beet stehen bleiben. In der Pflanzkomposition passt die Wilde Karde zu Ziergräsern, Schafgarben, Eisenkraut und Wiesen-Salbei, wo sie Struktur und eine winterliche Silhouette beisteuert. Die Stacheln an Stängeln und Hüllblättern sind ausgeprägt, daher wird die Pflanze abseits schmaler Durchgänge platziert. In naturnahen Gärten und Wiesen kann die Wilde Karde zur Biodiversität beitragen und Insekten, insbesondere Bienen und Schmetterlingen, Nahrung und Zuflucht bieten. Bemerkenswert sind die Stängelblätter. Sie sind an der Basis miteinander verwachsen und bilden ein Becken, in dem sich Regenwasser sammelt. Diese Wasserquelle wird von Insekten rege genutzt. Bei großen Beeten oder offeneren Gartenbereichen bietet sich die Wilde Karde als Bestandteil gemischter Pflanzungen mit weiteren Stauden und Zierpflanzen an.
Anbau: Für den Anbau der Wilden Karde bewährt sich ein sonniger bis halbschattiger Standort mit durchlässigem, eher humosem Boden und einem pH-Wert von etwa 5,5–8,0. Im ersten Jahr ist gleichmäßig feuchter Boden förderlich, nach dem Einwurzeln werden auch kürzere Trockenperioden vertragen, Staunässe im Winter erhöht jedoch das Risiko von Wurzelfäule. Die Pflanzung erfolgt von März bis Oktober, die Blütezeit fällt meist in die Monate Juli bis September, je nach Lage auch länger, und die Samen reifen um die Wende von September zu Oktober. Ausgereifte Pflanzen sind unter mitteleuropäischen Bedingungen sehr winterhart und überstehen problemlos etwa -30 °C. Aufgrund der Wuchshöhe empfiehlt sich ein Pflanzabstand von 60–80 cm, was etwa 2–3 Pflanzen pro m² entspricht. Nach der Samenreife stirbt die Mutterpflanze ab, die Selbstaussaat erfolgt jedoch regelmäßig und erhält den Bestand ohne aufwendige Pflege. In kleineren Gärten werden gegebenenfalls nur so viele Sämlinge belassen wie nötig, damit sich die Karde nicht in die Umgebung ausbreitet. Für ein geschlosseneres Pflanzbild wird sie häufig mit Stauden kombiniert, die im Winter nach dem Einziehen der Rosetten die freien Stellen bedecken. An Krankheiten kann Echter Mehltau auftreten, an kleineren Schädlingen Blattläuse, am empfindlichsten sind junge Rosetten gegenüber Schneckenfraß. Eine Düngung ist nur auf mageren Böden nötig, sinnvoll ist eher eine maßvolle Kompostgabe im Frühjahr, da Überdüngung weiches, zum Umfallen neigendes Wachstum fördert. Die Stängel werden in der Regel nicht direkt nach der Blüte geschnitten, die trockenen Köpfchen bilden eine wertvolle Winterstruktur und Unterschlupf für Insekten, entfernt werden sie erst gegen Ende des Winters. Eine Kultur im Gefäß ist nur kurzfristig möglich und erfordert einen tieferen Container sowie gleichmäßiges Gießen.
Autor: Kristýna | Revision: 20.01. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch D) |
|---|---|
| EAN: | 2284900163791 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 140-160, 160-180, 180-200 |
| Blütenfarbe: | lila |
| Blütezeit: | Juli, August, September |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Dipsacus B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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