Steinbrech 'Jan Neruda' Saxifraga x megaseaeflora 'Jan Neruda'
Artikelnummer: 97460Produktdetailbeschreibung
Beschreibung, Herkunft und Verwendung der Sorte 'Jan Neruda'
Steinbrech 'Jan Neruda' (Saxifraga x megaseaeflora 'Jan Neruda') ist ein immergrünes Juwel unter den Steingartenpflanzen und gehört zur Sektion Porphyrion, genauer zur Gruppe der Kabschia-Steinbreche. Die Sorte entstammt der erfolgreichen tschechischen Züchtungstradition, die international für robuste und ästhetisch besonders ansprechende Gebirgspflanzen anerkannt ist. Sie bildet dichte, kompakte Polster aus kleinen Blattrosetten, die langsam wachsen und ihre feste Form behalten. Die Blätter sind schmal, spitz und graugrün bis silbrig gefärbt, verursacht durch winzige Kalkgrübchen an den Blatträndern, die Kalk ausscheiden. Im März und April erscheinen purpurne, 5 bis 10 cm hohe Blütenstiele mit kelchförmigen Blüten von etwa 12 mm Durchmesser. Die Blüten sind zart hellrosa mit feiner Aderung und leuchtend gelben Staubgefäßen, was auf dem silbrigen Grund einen eindrucksvollen Kontrast ergibt. Im Garten findet die Pflanze Verwendung in Detailpartien des Steingartens, in Trögen, Tuffsteinblöcken oder Trockenmauern aus Naturstein. Sie lässt sich hervorragend mit anderen niedrigen Steinbrecharten, Zwergkoniferen oder Frühjahrszwiebelblumen kombinieren. Die Pflanze ist nicht giftig, für Kinder völlig unbedenklich und bietet im Frühjahr Bienen die erste Nahrung.
Anleitung zum Anbau und zur richtigen Pflege
Der Anbau der Sorte 'Jan Neruda' erfordert einen speziellen Standort, der die natürlichen Bedingungen im Gebirge nachahmt. Am besten gedeiht die Pflanze im Halbschatten, geschützt vor direkter Mittagssonne, ideal ist eine Nordost- oder Ostlage. Der Boden muss rein mineralisch, äußerst durchlässig und kiesig sein, mit hohem Kalkgehalt und einem pH-Wert von 7,0 bis 8,0. Ungeeignet sind schwere, tonige und saure Böden, die rasch zu Wurzelfäule führen. Bei der Pflanzung in Steingärten oder Tröge ist eine kräftige Drainageschicht aus Kies unerlässlich, die Oberfläche um den Wurzelhals wird mit feinem Steinsplitt abgedeckt, der den Kontakt der Rosetten mit feuchter Erde verhindert. Gegossen wird mäßig, aber regelmäßig, der Boden darf weder längere Zeit austrocknen noch vernässen. Kurzzeitige Trockenheit wird gut vertragen, an heißen Sommertagen hilft jedoch morgendliches Übersprühen, das den Hitzestress wirksam mindert. Eine Düngung erfolgt überhaupt nicht, denn ein Nährstoffüberschuss lockert die kompakte Wuchsform und führt zum Verlust der Färbung. Ein klassischer Rückschnitt entfällt, nach der Blüte werden lediglich die vertrockneten Blütenstiele entfernt, um der Ausbreitung von Pilzkrankheiten vorzubeugen. Gepflanzt wird im Abstand von 10 bis 15 cm, für einen geschlossenen Bestand empfiehlt sich eine Dichte von 12 bis 16 Pflanzen pro m². Die Sorte ist unter mitteleuropäischen Bedingungen bis -28 °C vollständig winterhart, Pflanzen in mobilen Gefäßen sollten vor übermäßiger Winternässe geschützt werden.
Autor: Roman Leger | Revision: 24. 06. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Steinbrech |
|---|---|
| EAN: | 2284900240041 |
| Lichtverhältnisse: | Halbschatten |
| Verpackung: | Container p9 |
| Plant Passport: | A: Saxifraga B: CZ-4282 C: 21/FP/0065 D: CZ |
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