Sibirische Ulme (Turkestanische Ulme) Ulmus pumila
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Ulmus pumila (Sibirische Ulme) – ein widerstandsfähiger und extrem schnell wachsender Laubbaum oder Strauch, der aus den rauen Bedingungen Zentralasiens und Sibiriens stammt. Diese botanische Art blüht im frühen Frühjahr, von März bis April noch vor dem Austrieb der Blätter, in unauffälligen Gruppen kleiner Blüten, wobei ihre Endhöhe in natürlicher Baumform zwischen 10 und 15 Metern liegt; in Kultur wird sie aufgrund ihrer unglaublichen Regenerationsfähigkeit meist durch Schnitt als dichter Strauch in einer Höhe von 1,5 bis 3 Metern gehalten. Das markanteste Merkmal dieses Vertreters ist seine extreme Wachstumsgeschwindigkeit, mit Zuwächsen von 1 bis 1,5 Metern pro Jahr, sowie seine kleinen, dunkelgrünen, glänzenden Blätter mit fein gesägtem Rand, die an den Zweigen eine sehr dichte Textur bilden. Diese Pflanze wird sehr geschätzt für ihre absolute Genügsamkeit und die Fähigkeit, blitzschnell eine undurchdringliche grüne Wand zu bilden, die als perfekter Schutz vor Staub, Lärm und neugierigen Blicken dient. In der Gartenarchitektur ist dieses robuste Gewächs die absolut ideale Basis für schnellwachsende Hecken, Windschutzstreifen, grüne Wände an Grundstücksgrenzen oder zur Hangsicherung in klimatisch anspruchsvollen Regionen. Insgesamt handelt es sich um eine Gehölzart, die spartanische Widerstandsfähigkeit gegenüber starkem Frost, Trockenheit und städtischem Smog mit einer unerreichten Wachstumsdynamik verbindet, was sie zu einer praktischen Lösung für die schnelle Begrünung von Flächen macht. Die ausgewogene Kombination aus Anspruchslosigkeit und sofortigem Effekt macht sie zu einer sehr beliebten Wahl für funktionale Garten- und Landschaftspflanzungen.
Pflege: Sie gedeiht in voller Sonne, wo dieser Kultivar sein extrem schnelles Wachstum, die dichte Verzweigung und den kompakten Habitus beibehält. Im Halbschatten wächst er ebenfalls zuverlässig, wobei der Wuchs etwas lichter ausfallen kann. Es ist ein außerordentlich genügsames und anpassungsfähiges Gehölz, das sich durch die Fähigkeit auszeichnet, auch an trockenen, windigen und ungeschützten Standorten zu gedeihen. Der Boden kann leicht, sandig, steinig, aber auch schwerer lehmig sein, mit einem optimalen pH-Wert von etwa 6,0–7,5. Der Baum weist eine enorme Toleranz gegenüber nährstoffarmen Böden und Trockenheit auf; völlig ungeeignet sind für ihn lediglich dauerhaft übernässte, sumpfige Böden ohne Wasserabfluss. Das Gießen ist vor allem in den ersten Monaten nach der Pflanzung wichtig, damit die Pflanze zuverlässig anwurzelt. Ausgewachsene und gut etablierte Bestände besitzen ein tiefes, aggressives Wurzelsystem und benötigen selbst bei lang anhaltender Trockenheit keine zusätzliche Bewässerung. Eine Düngung ist nicht notwendig; ein Übermaß an Nährstoffen (insbesondere Stickstoff) fördert einen zu üppigen Wuchs, was zu einer Schwächung der Holzfestigkeit und einer Verringerung der natürlichen Widerstandsfähigkeit führen kann. Den Rückschnitt verträgt die Sibirische Ulme absolut hervorragend und regeneriert sich selbst nach einem Bodenschnitt direkt über der Erde. Aufgrund ihres extremen Zuwachses, weshalb sie oft als „Wunderhecke“ genutzt wird, ist ein regelmäßiger Formschnitt erforderlich. Der Hauptschnitt erfolgt im Vorfrühling (Februar–März) vor dem Austrieb; bei Hecken ist ein weiterer Rückschnitt während des Sommers (Juni und August) notwendig, um die Form zu erhalten und die Dichte zu fördern. Im Gegensatz zu anderen Ulmen ist diese Art hochresistent gegen Graphiose (Ulmenkrankheit). Die Pflanzung erfolgt von März bis November, wobei wurzelschnittige Pflanzen für Hecken meist im Herbst oder im frühen Frühjahr gepflanzt werden. Die Frosthärte ausgewachsener Pflanzen ist absolut und reicht bis zu -35 °C; das Gehölz bewältigt problemlos auch raue Gebirgsbedingungen. Der empfohlene Pflanzabstand für frei stehende Bäume beträgt 4–6 Meter. Wird sie als geformte Hecke kultiviert, erfolgt die Pflanzung in ein- oder zweireihiger Pflanzung mit Abständen von 20–30 cm (3–5 Pflanzen pro laufendem Meter). Die Kultur in Gefäßen ist bei jungen Pflanzen oder Bonsais möglich, erfordert jedoch eine starke Wurzelbegrenzung und eine regelmäßige Kontrolle der Feuchtigkeit.
Autor: Kamila | Überarbeitung: 2026.05.29
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Ulmen (Ulmus) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Verpackung: | Container- oder wurzelnackter Sämling |
| Plant Passport: | A: Ulmus B: CZ-4282 C: 25/FP/0126 D: CZ |
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