Schwalbenwurz-Enzian Gentiana asclepiadea

Artikelnummer: 135282
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Der Schwalbenwurz-Enzian ist eine Gebirgsstaude Mitteleuropas und Westasiens. In Deutschland wächst er in kühleren Lagen auf feuchteren Wiesen und an Waldrändern. Aus dem Rhizom bildet er Horste mit 40–70 cm hohen Stängeln und einer Breite von 30–50 cm. Die gegenständigen, schmal lanzettlichen Blätter tragen in ihren Achseln von Juli bis September glockenförmige, 3–5 cm große Blüten in sattem Blau bis Blauviolett, oft einseitig entlang des Stängels angeordnet. Die Zeichnung im Inneren der Krone leitet Insekten zum Nektar. Die Pflanze ist bienenfreundlich und wird von Hummeln besucht. Im Beet behält sie auch nach Regen ihre feste Form und harmoniert mit Farnen, Funkien und feinen Gräsern. 

Detaillierte Informationen

Produktdetailbeschreibung

Schwalbenwurz-Enzian - eine heimische Gebirgsstaude Mitteleuropas und Westasiens. In Deutschland zählt sie zu den Arten kühlerer Lagen, wo sie auf feuchteren Wiesen, Lichtungen und an Waldrändern wächst. Aus dem unterirdischen Rhizom bildet sie horstige, aufrechte Stängel von meist 40–70 cm Höhe und breitet sich auf etwa 30–50 cm aus. Die Blätter sind gegenständig, schmal lanzettlich und sitzend, mit einer ausgeprägten Mittelrippe. Von Juli bis September erscheinen in den Blattachseln glockenförmige Blüten in satten Blau- bis Blauviolett-Tönen, etwa 3–5 cm lang und oft einseitig entlang des Stängels angeordnet. Eine hellere Zeichnung im Inneren der Krone leitet Insekten zum Nektar. Die Pflanze ist bienenfreundlich und wird auch von Hummeln besucht, die Frucht ist eine Kapsel mit Samen. Die Gattung Gentiana ist für ihren Gehalt an Bitterstoffen bekannt, die bei einigen Arten in der Likörherstellung genutzt werden. Hier liegt der Hauptwert in der spätsommerlichen Blüte und dem natürlichen Wuchsbild. In der Pflanzung harmoniert der Enzian mit Farnen, Funkien, Purpurglöckchen oder feinen Gräsern, wobei die blauen Glocken als kühler Akzent wirken. Er bildet feste Stängel, die im Beet nicht umkippen und auch nach Wind und Regen gut ihre Form behalten. Er eignet sich für naturnahe Gartenpartien, für Bachränder und lichten Unterwuchs, wo er an Gebirgsarten anknüpft und ungezwungen wirkt.

Anbau: Bevorzugt werden Sonne bis Halbschatten, in wärmeren Regionen Deutschlands sind leichter Schatten und eine gleichmäßige Bodenfeuchte von Vorteil. Geeignet ist ein humoser, durchlässiger Boden ohne langanhaltende Staunässe, mit leicht saurer Reaktion von etwa pH 5,0–6,5. Auf schwereren Böden verbessert eine Beimischung von Kies und Lauberde die Drainage. Das Gießen ist beim Ansatz der Knospen und während Trockenperioden wichtig, schwankende Feuchtigkeit kann sich in schwächerer Blüte zeigen. Mulch aus Lauberde oder feiner Rinde hält die Wurzeln kühl. Die Düngung erfolgt sparsam, ein Übermaß an Stickstoff fördert das Laub auf Kosten der Blüten. Der Rückschnitt beschränkt sich meist auf das Entfernen verblühter Stängel und trockener Teile im Frühjahr. Die Art ist winterhart und überwintert in der Regel ohne Abdeckung, bei Kahlfrösten empfiehlt sich eine dünne Mulchschicht. Die Pflanzung erfolgt von März bis Mai oder im September und Oktober mit einem Abstand von etwa 40 cm, also rund 4–6 Pflanzen pro m². Die Kultur im Gefäß ist in einem tieferen Topf mit Drainage und leicht feuchtem Substrat möglich. Probleme können Wurzelfäule bei Vernässung und Schäden an jungen Trieben durch Schnecken bereiten. Verblühte Blütenstände können zur Samenreife stehen bleiben oder für ein saubereres Erscheinungsbild des Horstes entfernt werden. Im Winter ist der Schutz vor anhaltender Nässe wichtiger als der Schutz vor Frost, daher bewährt sich in tiefer gelegenen Gärten ein Hochbeet.

Autor: Nikol | Revision: 12.2. 2026

Zusätzliche Parameter

Kategorie: Stauden (Botanisch G)
EAN: 2284900500411
Lichtverhältnisse: Sonne, Halbschatten
Höhe: 60-80
Blütenfarbe: Blau
Blütezeit: Juli, August, September
Verpackung: Container
Plant Passport: A: Gentiana B: CZ-4282 C: 26/FP/0035 D: NL

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