Russel-Brandkraut Phlomis russeliana
Artikelnummer: 3267 60417 9999391 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Russel-Brandkraut - der sogenannte „Türkische Salbei“ ist eine ausdauernde Staude aus dem östlichen Mittelmeerraum. Geschätzt wird sie für ihre markanten, dekorativen Blütenstände und ihre Trockenheitsverträglichkeit. Sie stammt aus dem Norden der Türkei und wird stellenweise auch für Syrien angegeben. In der Natur wächst sie an lichten Waldrändern, in Gebüschen und an steinigen Hängen, wo der Boden nach Regen rasch abtrocknet. Im Garten bildet sie eine breite, bodendeckende Blattrosette und breitet sich allmählich über kurze unterirdische Ausläufer aus. Ausgewachsen erreicht sie meist 80–100 cm Höhe und 60–90 cm Breite. Nach 2–3 Jahren entsteht ein ausdrucksvoller Horst. Die Blätter sind herzförmig bis breit eiförmig, grob strukturiert und graugrün. Unterseits sind sie weißlich filzig, beim Zerreiben verströmen sie einen feinen Duft. Im Sommer erheben sich über der Blattmasse kräftige, vierkantige Stängel, die ohne Stütze ihre Form behalten. Von Juni bis August tragen sie Quirle röhrenförmiger, helmartiger Blüten in butter- bis hellgelbem Ton, oft in Etagen übereinander angeordnet. Die Blüten liefern Nektar und Pollen und werden von Bienen und Hummeln gern besucht. Dornen werden nicht gebildet. Nach der Blüte entstehen trockene Samenstände, die bis in den Herbst und oft auch über den Winter formstabil bleiben. Sie eignen sich auch für Trockensträuße. Die Pflanze kommt in naturnahen Beeten, Kiespflanzungen und am Fuß von Gräsern zur Geltung, etwa zusammen mit Lampenputzergras, Federgras, Salbei, Schafgarbe, Sonnenhut oder Fetthenne.
Anbau: Bevorzugt wird volle Sonne, alternativ leichter Halbschatten an einem geschützten Standort, an dem die Stängel weniger leicht umkippen. Am besten gedeiht die Pflanze in durchlässigem, tiefgründigerem Boden mit höherem mineralischem Anteil, der nach Regen rasch abtrocknet. Auch kalkhaltiger Untergrund wird vertragen, der empfohlene pH-Wert liegt bei etwa 6,5–8,0. Wässern ist vor allem nach der Pflanzung wichtig. Später verträgt die Pflanze Trockenheit besser als anhaltende Staunässe, insbesondere im Winter. Eine mäßige Düngung genügt, im Frühjahr mit Kompost oder einem Langzeitdünger mit geringerem Stickstoffanteil. Der Bestand wird gegen Ende des Winters meist bodennah zurückgeschnitten. Alternativ bleiben die trockenen Blütenstände als Winterstruktur stehen. Eine Mulchschicht aus Kies hält den Wurzelhals trocken und unterdrückt Unkraut. Die Kultur im Gefäß ist in einem tieferen Topf mit Drainageschicht und mineralischem Substrat möglich, im Winter empfiehlt sich ein Schutz des Gefäßes vor dem Durchfrieren. Gepflanzt wird meist von März bis Mai oder von September bis Oktober. Pflanzabstände von 45–60 cm entsprechen etwa 3–5 Pflanzen pro m². Eingewachsene Horste gelten als frosthart bis etwa -23 bis -25 °C. Jungpflanzen profitieren bei Kahlfrösten von einer leichten Abdeckung mit Reisig. An Krankheiten kann bei zu dichtem Stand Echter Mehltau auftreten, bei Nässe Wurzelfäule. Gelegentlich zeigen sich Blattläuse an jungen Trieben. Vorbeugend wirken Sonne, gute Durchlüftung und Drainage. Die Pflanze ist dornenlos.
Autor: Nikol | Revision: 12.1. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch P) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 80-100 |
| Blütenfarbe: | Bernstein |
| Blütezeit: | Juni, Juli |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Phlomis B: CZ-4282 C: 26/FP/0020 D: CZ |
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