Roter Fingerhut Digitalis purpurea

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Markantes vertikales Element für Mischpflanzungen, auch ohne aufwendige Pflege. Der Rote Fingerhut bildet im ersten Jahr eine bodennahe Rosette, im zweiten Jahr Stängel mit röhrenförmigen, 5–7 cm großen Blüten in Rosa- bis Purpurtönen, innen mit Punkten und Zeichnung. Er wird etwa 80–150 cm hoch und beansprucht 30–45 cm Breite. Er gedeiht in Sonne und Halbschatten in humosem, gleichmäßig feuchtem, aber durchlässigem Boden und ergänzt Farne, Funkien oder Ziergräser. Nach der Blüte kann er sich selbst aussäen und den Bestand erneuern, er ist frosthart, zugleich aber giftig.

Detaillierte Informationen

Produktdetailbeschreibung

Roter Fingerhut - in West- und Südwesteuropa heimische Art, die natürlich auf Lichtungen, an Waldrändern und auf Kahlschlägen wächst, wo sie ausreichend Licht und zugleich Bodenfeuchte findet. Im Garten verhält sie sich meist zweijährig oder als kurzlebige Staude. Im ersten Jahr bildet sie eine bodennahe Rosette weich behaarter, länglicher Blätter, im zweiten Jahr treibt sie etwa 80–150 cm hohe Stängel. Die einseitswendigen Ähren tragen nickende, trichterförmige Glocken von etwa 5–7 cm Länge in Rosa bis Purpur, selten auch in Weiß, innen mit auffälligen Flecken, die Bestäuber in den Blütenschlund leiten. Die Blütezeit liegt meist von Juni bis Juli, in kühleren Lagen kann sie bis in den August andauern. Die Pflanze ist bienenfreundlich und erneuert sich in naturnahen Pflanzungen häufig durch Selbstaussaat, daher eignet sie sich gut als „Füller“ zwischen Sträuchern, an Mauern und im hinteren Bereich von Staudenbeeten. Mit Gräsern entsteht ein leichter Kontrast zwischen weichen Blättern und aufrechten Stängeln, schön ergänzen ihn auch Gelber und Großblütiger Fingerhut oder höhere Storchschnabel-Arten. Blätter und Samen enthalten herzwirksame Glykoside, von denen man historisch bei der Entwicklung pharmazeutischer Arzneimittel ausging. Für die Gartenpraxis bedeutet das, dass alle Pflanzenteile giftig sind und die Pflanze mit üblicher Vorsicht zu behandeln ist.

Anbau: Geeignet ist Sonne bis Halbschatten, ideal ist ein Standort mit gleichmäßiger Feuchtigkeit und ohne Winternässe. In offenen, windigen Lagen ist ein geschützter Platz vorteilhaft, damit die langen Stängel nicht brechen, bei sehr hohen Pflanzen bewährt sich mitunter eine unauffällige Stütze. Am besten eignet sich ein humoser, durchlässiger Boden mit einem pH-Wert von etwa 5,5–7,0, auf kalkhaltigeren Böden gedeiht die Pflanze bei höherem Anteil organischer Substanz. Die Pflanzung erfolgt von März bis Oktober, ein Abstand von 40–45 cm entspricht etwa 4–6 Stk pro m². Das Gießen ist nach der Pflanzung und in längeren Trockenperioden wichtig, eine Mulchschicht aus Laubkompost verringert die Verdunstung und schützt die Rosetten im Winter vor Temperaturschwankungen. Im Kübel empfehlen sich ein tieferes Gefäß und eine Drainageschicht, da das Wurzelsystem empfindlich auf stehendes Wasser reagiert. Nach der Blüte empfiehlt es sich, entweder die Stängel für ein saubereres Erscheinungsbild zu entfernen oder einen Teil der Samenkapseln für die Selbstaussaat stehen zu lassen. Sämlinge, die in der folgenden Saison keimen, lassen sich meist leicht verpflanzen, solange sie nur wenige echte Blätter haben. Die Frosthärte liegt unter mitteleuropäischen Bedingungen meist bei etwa -30 °C, ein Risiko stellen eher Fäulnis und Ersticken bei dauerhaft nassem Boden dar. An Krankheiten können Echter Mehltau, Falscher Mehltau und Blattflecken auftreten, an Schädlingen Blattläuse sowie Schnecken an jungen Rosetten. In zu dichten Pflanzungen verschlechtert sich die Luftzirkulation.

Autor: Kristýna | Revision: 20.01. 2026

Zusätzliche Parameter

Kategorie: Stauden (Botanisch D)
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Lichtverhältnisse: Sonne, Halbschatten
Höhe: 120-140, 140-160, 80-100, 100-120
Blütenfarbe: Rosa, lila
Blattfarbe: Grün
Blütezeit: Juni, Juli, August
Verpackung: Container
Plant Passport: A: Digitalis B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL

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