Roter Fingerhut - Digitalis purpurea Digitalis purpurea
Artikelnummer: 3297 52674 Variante wählenDetaillierte Produktbeschreibung
Roter Fingerhut - eine heimische Art West- und Südwest-Europas, wächst natürlich auf Lichtungen, an Waldrändern und auf Kahlschlägen, wo sie ausreichend Licht und gleichzeitig Bodenfeuchtigkeit hat. Im Garten verhält sie sich meist als zweijährige oder kurzlebige Staude. Im ersten Jahr bildet sie eine bodennahe Rosette aus weich behaarten, länglichen Blättern, im zweiten Jahr treibt sie Stängel von etwa 80–150 cm Höhe aus. Einseitige Ähren tragen überhängende, trichterförmige Glocken von etwa 5–7 cm Länge in Rosa bis Purpur, selten auch Weiß, mit deutlichen Flecken im Inneren, die Bestäuber in den Blütenkelch führen. Sie blüht meist von Juni bis Juli, in kühleren Lagen kann sie bis in den August hinein andauern. Die Pflanze ist bienenfreundlich und erneuert sich in natürlichen Pflanzungen oft durch Aussaat von selbst, daher eignet sie sich auch gut als „Füllung“ zwischen Sträuchern, an Mauern und im hinteren Bereich von Staudenbeeten. Mit Gräsern bildet sie einen leichten Kontrast zwischen weichen Blättern und geraden Stängeln, sie ergänzt auch gut gelbe und großblütige Fingerhüte oder höhere Storchschnäbel. Blätter und Samen enthalten Herzglykoside, aus denen in der Geschichte bei der Entwicklung von in der Pharmazie verwendeten Medikamenten hervorgegangen wurde. Für die Gartenpraxis bedeutet dies, dass alle Teile giftig sind und die Pflanze mit üblicher Vorsicht behandelt wird.
Anbau: Geeignet sind Sonne bis Halbschatten, ideal ist ein Standort mit gleichmäßiger Feuchtigkeit und ohne Staunässe im Winter. An offenen, windigen Standorten ist ein Schutz vorteilhaft, damit die langen Stiele nicht brechen, bei sehr hohen Pflanzen kann manchmal eine unauffällige Stütze angebracht sein. Der Boden ist am besten humos, durchlässig, mit einem pH-Wert von etwa 5,5–7,0, auf kalkhaltigeren Böden profitiert er bei höherem Anteil an organischer Substanz. Die Pflanzen werden von März bis Oktober gepflanzt, ein Abstand von 40–45 cm entspricht etwa 4–6 Stück pro m². Die Bewässerung ist nach der Pflanzung und in längeren Trockenperioden wichtig, eine Mulchschicht aus Laub reduziert die Verdunstung und schützt die Rosetten im Winter vor Temperaturschwankungen. Im Behälter ist ein tieferer Topf und eine Drainageschicht vorteilhaft, da das Wurzelsystem empfindlich auf stehendes Wasser reagiert. Nach der Blüte wird entweder das Entfernen der Stiele für ein saubereres Aussehen empfohlen oder das Belassen eines Teils der Samenkapseln zur Selbstaussaat. Sämlinge, die in der folgenden Saison keimen, lassen sich in der Regel leicht umpflanzen, wenn sie nur wenige echte Blätter haben. Die Frostbeständigkeit liegt unter den Bedingungen in Tschechien normalerweise bei etwa -30 °C, ein Risiko stellen eher die Fäulnis und das Vermodern bei langanhaltend feuchtem Boden dar. An Krankheiten können Mehltau, Falscher Mehltau und Blattflecken auftreten, an Schädlingen Blattläuse und Schnecken an jungen Rosetten, bei zu dichten Pflanzungen verschlechtert sich die Luftzirkulation.
Autor: Kristýna | Überarbeitet: 20.01.2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch D) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 120-140, 140-160, 80-100, 100-120 |
| Blütenfarbe: | Rosa, lila |
| Blattfarbe: | Grün |
| Blütezeit: | Juni, Juli, August |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Digitalis B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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