Rhabarber Rheum rhabarbarum/cultorum
Artikelnummer: 76794 8885826 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Rhabarber - eine ausdauernde Staude aus der Familie der Knöterichgewächse. Botanischen Quellen zufolge stammt sie aus der gemäßigten Zone Asiens, vor allem aus dem Gebiet zwischen Südsibirien und Nord- und Zentralchina, von wo sie sich in die europäischen Gärten verbreitet hat. Die Pflanze bildet ein kräftiges Rhizom und wächst nach und nach zu einem breiten Horst heran. Die Blätter stehen in einer grundständigen Rosette, sind 50–60 cm lang, auffällig geadert und gewellt. Die Blattstiele sind fleischig und bei guter Nährstoffversorgung fest. Genau diese Stiele werden verzehrt. Sie haben einen frischen, säuerlichen Geschmack und werden für Kompott, Kuchen, Streuselkuchen und würzige Chutneys verwendet. Die Blattspreiten werden nicht gegessen, da sie einen höheren Anteil unerwünschter Inhaltsstoffe enthalten. Im Mai und Juni kann die Pflanze einen bis etwa 2 m hohen Blütenstängel mit einer reichen Rispe kleiner Blüten treiben, je nach Klon in Farbtönen von weißlich bis rötlich. In Zierbeeten kommt Rhabarber auch als markante Blattschmuckpflanze zur Geltung, ähnlich wie Funkien, nur mit zusätzlichem Nutzen für die Küche. Empfohlen wird er als entgiftendes Mittel zur Reinigung des Verdauungstrakts, zur Anregung des Stoffwechsels und zur Förderung der Gallenbildung.
Anbau: Rhabarber gedeiht in voller Sonne bis lichtem Halbschatten, in warmen Tieflagen ist eine Beschattung am Nachmittag von Vorteil. Der Standort sollte vor austrocknendem Wind geschützt sein und im Winter keine Staunässe aufweisen. Am besten eignet sich ein tiefgründiger, humoser, nährstoffreicher Lehm- bis lehmiger Sandboden mit guter Drainage und einem pH-Wert von etwa 6,0–7,0. Durch Gießen wird der Boden vor allem nach der Pflanzung und bei Trockenheit leicht feucht gehalten, lang anhaltende Nässe erhöht die Gefahr von Fäulnis. Die Düngung basiert auf einer Kompost- oder Mistgabe aus gut verrottetem Mist im Frühjahr, alternativ auf einem ausgewogenen Dünger mit Betonung auf Kalium. Eine Mulchschicht aus Kompost oder Laubkompost verringert die Verdunstung und den Unkrautdruck, auf schwereren Böden hilft auch ein Kiesmulch rund um den Wurzelhals. Gepflanzt wird im Frühjahr von März bis April oder im Herbst von September bis Oktober mit Abständen von 0,9–1,2 m, üblicherweise 1 Pflanze pro m². Die Blüte erscheint meist von Mai bis Juni. Da Blütenstängel die Bildung der Blattstiele schwächen können, werden sie im Nutzanbau häufig an der Basis entfernt. Die Ernte der Blattstiele erfolgt in der Regel von April bis Juni, bei kräftigen Horsten mitunter bis Juli. Dabei bleibt stets ein Teil der Blätter zur Regeneration stehen, im ersten Jahr wird die Ernte eingeschränkt. Die Frosthärte ausgereifter Horste liegt bei etwa -25 bis -30 °C, problematischer als Frost ist meist die Winternässe. Die Art verträgt kurze Trockenperioden, bei anhaltender Trockenheit bildet sie jedoch dünnere Blattstiele. Eine Kultur im Gefäß ist in einem sehr großen Pflanzgefäß von mindestens 40–60 l mit Drainageschicht und nährstoffreichem Substrat möglich, im Winter empfiehlt es sich, das Gefäß vor dem Durchfrieren des Wurzelballens zu schützen. Der Rückschnitt beschränkt sich auf das laufende Entfernen beschädigter Blätter, im Herbst bleiben nur der gesäuberte Horst und die Mulchschicht. An Krankheiten können Blattfleckenkrankheiten und Wurzelhalsfäule auftreten, an Schädlingen vor allem Schnecken an den jungen Blättern.
Autor: Kristýna | Revision: 06.02. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Kräuter & Heilpflanzen |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 100-120 |
| Blattfarbe: | Grün |
| Blütezeit: | Mai, April |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Rheum B: CZ-4282 C: 26/FP/0040 D: IT |
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