Rhabarber 'Victoria' Rheum rhabarbarum 'Victoria'
Artikelnummer: 83873 83675 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Rhabarber 'Victoria' - ein langlebiges Gemüse, das wegen seiner fleischigen Blattstiele kultiviert wird und zur Familie der Knöterichgewächse gehört. Die Sorte 'Victoria' zählt zu den traditionellen europäischen Gartenauslesen, die bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt sind, und erscheint in manchen Katalogen auch unter dem Namen 'Victoria 2'. Aus dem mächtigen Rhizom treiben im Frühjahr Büschel breiter, sattgrüner Blätter an langen Stielen aus, und der Horst gewinnt rasch an Volumen. Ausgewachsen erreicht er etwa 1,2–1,5 m Höhe und Breite, beim Schieben der Blütenstängel auch mehr. Die Blattstiele sind kräftig, überwiegend grün bis grünlich-rosa, von fein faseriger Struktur und mit ausgeprägter, aber ausgewogener Säure. In der Küche werden ausschließlich die Blattstiele verwendet, die Blattspreiten werden nicht verzehrt. Die Stiele finden Verwendung in Kuchen, Streuselkuchen, Konfitüren, Kompott und Saft, geschmacklich werden sie traditionell mit Erdbeeren, Himbeeren oder Äpfeln kombiniert. Sie enthalten von Natur aus organische Säuren, Ballaststoffe und Mineralstoffe, wodurch Rhabarber ein gefragter Rohstoff für die Verarbeitung im eigenen Haushalt ist. Vom späten Frühjahr bis zum Frühsommer können hohe Blütenrispen mit kleinen weißlichen Blüten erscheinen – dekorativ am Rand des Nutzbeets, für die Stielernte jedoch eine Belastung für das Rhizom.
Anbau: Die Pflanze gedeiht in voller Sonne bis leichtem Halbschatten, in warmen Tieflagen ist eine Beschattung am Nachmittag von Vorteil. Der Standort sollte vor austrocknendem Wind geschützt und frei von winterlicher Staunässe sein. Am besten eignet sich ein tiefgründiger, humoser, nährstoffreicher lehmiger bis lehmig-sandiger Boden mit guter Drainage und einem pH-Wert von etwa 6,0–7,0. Gegossen wird so, dass der Boden vor allem nach der Pflanzung und bei Trockenheit leicht feucht bleibt, längere Vernässung erhöht das Fäulnisrisiko. Die Düngung beruht auf einer Frühjahrsgabe Kompost oder gut verrotteten Mists, alternativ auf einem ausgewogenen Dünger mit Betonung auf Kalium. Eine Mulchschicht aus Kompost oder Lauberde verringert die Verdunstung und den Unkrautdruck, auf schwereren Böden hilft zudem Kiesmulch rund um den Wurzelhals. Gepflanzt wird im Frühjahr von März bis April oder im Herbst von September bis Oktober mit Abständen von 0,9–1,2 m, üblicherweise 1 Pflanze pro m². Die Blüte erfolgt meist von Mai bis Juni. Da die Blütenstängel die Stielbildung schwächen können, werden sie im Nutzanbau häufig an der Basis entfernt. Die Ernte der Blattstiele findet in der Regel von April bis Juni statt, bei kräftigen Horsten mitunter bis Juli. Stets wird ein Teil der Blätter zur Regeneration belassen, im ersten Jahr wird die Ernte eingeschränkt. Die Frosthärte ausgereifter Horste liegt bei etwa -25 bis -30 °C, problematischer als Frost ist meist die Winternässe. Die Art verträgt kurzzeitige Trockenheit, bildet bei längerer Dürre jedoch dünnere Stiele. Eine Kultur im Kübel ist in einem sehr großen Gefäß von mindestens 40–60 l mit Drainageschicht und nährstoffreichem Substrat möglich, im Winter empfiehlt es sich, das Gefäß gegen das Durchfrieren des Ballens zu schützen. Der Schnitt beschränkt sich auf das laufende Entfernen beschädigter Blätter, im Herbst bleiben nur ein sauberer Horst und die Mulchschicht. An Krankheiten können Blattflecken und Wurzelhalsfäulen auftreten, an Schädlingen vor allem Schnecken an den jungen Blättern.
Autor: Nikol | Revision: 20.2. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch R) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 140-160 |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Rheum B: CZ-4282 C: 26/FP/0036 D: PL |
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