Pyrenäen-Drachenmaul Horminum pyrenaicum
Artikelnummer: 3128 62379 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Pyrenäen-Drachenmaul - ausdauernde Staude aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und zugleich der einzige Vertreter der Gattung Horminum. In der Natur wächst sie in den Alpen und Pyrenäen auf Bergwiesen, Weiden und steinigen Hängen, häufig auf Kalkuntergrund und in Lagen von der montanen bis zur subalpinen Stufe. Im Garten kommt sie als alpine Steingartenpflanze mit ausdrucksstarker Blattstruktur zur Geltung. Aus einer grundständigen Rosette wachsen eiförmige, runzelige und fein gekerbte Blätter von etwa 3–7 cm Länge, die ein kompaktes, meist 15–25 cm hohes Polster bilden. Zu Beginn des Sommers erscheinen vierkantige, fein behaarte Stängel, die sich auf 30–45 cm erheben und auffällige Hochblätter tragen. In deren Achseln öffnen sich nach und nach röhren- bis glockenförmige Blüten von etwa 1,5–2 cm Länge in Blauviolett bis tiefem Purpur, typisch zweilippig und mit ausgeprägter Unterlippe. Die Blütezeit reicht meist von Juni bis August, und die Blüten werden von Bienen und weiteren Bestäubern gern besucht. Die Pflanze ist oft kurzlebig, kann sich an einem geeigneten Standort jedoch durch Selbstaussaat halten. Sie wirkt gut zwischen Steinen, auf Trockenmauern, im Kiesbeet und im Trog, wo sie einen kompakten Akzent setzt und benachbarten Thymian, niedrige Glockenblumen, Fetthennen, Steinkraut oder Steinbrech hervorhebt.
Anbau: Bevorzugt werden volle Sonne bis leichter Halbschatten und ein durchlässiger Boden, der nach Regen rasch abtrocknet. Optimal ist ein lehmig-sandiges bis kiesiges Substrat mit einem pH-Wert von etwa 6,0–7,5. In schwereren Böden helfen eingearbeiteter Kies, eine Pflanzung an leicht erhöhter Stelle und eine Mulchschicht aus feinem Splitt. Junge Pflanzen werden regelmäßig gegossen, nach dem Einwurzeln ist Wässern nur bei längerer Trockenheit nötig. Eine Überdüngung mit Stickstoff führt zu üppigerem Wuchs und geringerer Standfestigkeit der Blütenstiele. Das Abschneiden verblühter Stiele fördert die Blüte, im Frühjahr werden die Reste der vorjährigen Triebe üblicherweise knapp über der Blattrosette entfernt. Gepflanzt wird von März bis Oktober, der empfohlene Pflanzabstand liegt bei etwa 35–40 cm, also rund 6–8 Stk pro m². Für Gefäße empfiehlt sich ein größeres Volumen mit Drainageschicht, gegossen wird häufiger als im Beet, jedoch ohne dauerhafte Staunässe. Die Frosthärte ist hoch, unter mitteleuropäischen Bedingungen überwintert die Pflanze in den meisten Regionen ohne Schutz, als Richtwert bis -30 °C. Winterschäden drohen eher in schwerem und nassem Boden. In warmen, trockenen Sommern zeigt sie sich sehr widerstandsfähig. An Krankheiten können bei zu dichter Pflanzung Echter Mehltau oder Blattflecken auftreten, Schädlinge beschränken sich meist auf Blattläuse an jungen Triebspitzen, gelegentlich auf Schnecken an frisch gesetzten Pflanzen.
Autor: Nikol | Revision: 28.1. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Salbei |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 40-60 |
| Blütenfarbe: | Blau, lila |
| Blütezeit: | Juni, Juli, August |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Horminum B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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