Orostachys spinosa Orostachys spinosa
Artikelnummer: 103001 721922 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Orostachys spinosa - ein äußerst anspruchsloses Steingartengewächs. Botanisch meist als Orostachys spinosa geführt, handelt es sich um eine sukkulente Staude aus der Familie der Dickblattgewächse. Carl von Linné beschrieb sie 1753 als Cotyledon spinosa, später wurde sie in die Gattung Orostachys überführt. In der Natur wächst sie an sonnigen, windigen Standorten von Osteuropa und dem südlichen Ural über Sibirien bis in die Mongolei, nach Nordchina und Korea, typischerweise auf Schotterbänken, Felsaufschlüssen und in trockenen Steppen. Sie bildet niedrige, polsterartig gedrängte Rosetten mit zwei Blatttypen: Die Winterknospe ist fest geschlossen, die Sommerblätter sind fleischig, graugrün bis silbrig blau und enden in einer weißlichen, knorpeligen Stachelspitze. Eine einzelne Rosette erreicht meist 5–10 cm Höhe und 6–10 cm Breite. Bei ausgereiften Pflanzen erscheint im Sommer eine dichte Ähre kleiner Blüten, meist cremeweiß bis hellgelb, auf einem 15–30 cm hohen Stängel. Die Rosetten sind monokarp und sterben nach der Blütenbildung allmählich ab, der Bestand setzt sich jedoch über Tochterrosetten fort, sodass die Pflanzung auch nach Jahren stabil wirkt. Gestalterisch eignet sie sich für Steinfugen, Tröge und trockene Beetränder, wo die feine Geometrie der Rosetten Hauswurz, Fetthenne, Steinkraut, Steinbrech oder niedrige Schwingel-Arten ergänzt. Die Blüten werden von kleinen Bestäubern besucht, die Hauptzierde bleibt jedoch die Blattstruktur.
Anbau: Die Pflanze bevorzugt volle Sonne und einen geschützten Standort, an dem sich im Winter kein Wasser staut und Schmelzwasser rasch abfließt. Entscheidend ist ein sehr durchlässiger Boden mit hohem Anteil an Schotter oder grobem Sand. Im Steinbeet hilft zusätzlich eine Splittauflage, in Gefäßen eine Drainageschicht. Der pH-Wert liegt im neutralen Bereich, das Substrat sollte eher mager sein. Gegossen wird nur nach der Pflanzung und bei langer sommerlicher Trockenheit, denn die Rosetten speichern Wasser in den Blättern. Staunässe führt dagegen zu Fäulnis, besonders im Winter. Die Düngung beschränkt sich in der Regel auf eine leichte Gabe im Frühjahr, da ein zu nährstoffreicher Boden weiches Wachstum auf Kosten der kompakten Form und der Ausläuferbildung fördert. Ein Rückschnitt ist nicht nötig, nach der Blüte werden lediglich die vertrocknete Blütenähre und gegebenenfalls Reste der abgestorbenen Rosette entfernt. Die Pflanzung erfolgt von März bis Oktober, die Blüte zeigt sich bei älteren Rosetten meist von Juni bis August. Bei trockenem Winter ist die Pflanze bis etwa -20 bis -30 °C frosthart. In Gefäßen reagiert sie empfindlicher auf Durchfrieren und anhaltende Winternässe, daher empfiehlt sich ein Regenschutz oder eine Überwinterung an einem geschützten, kühlen Ort. An Krankheiten treten vor allem Fäulnisprobleme auf, an Schädlingen gelegentlich Blattläuse am Blütenstängel. Die Vermehrung gelingt leicht durch Abtrennen der Tochterrosetten vom Frühjahr bis zum Ende des Sommers. Der empfohlene Pflanzabstand in der Fläche beträgt 15–20 cm, was etwa 25–44 Pflanzen pro m² entspricht.
Autor: Nikol | Revision: 3.2. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch O) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 0-10 |
| Blütenfarbe: | Creme |
| Blütezeit: | Juni, Juli, August |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Orostachys B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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