Orientalische Fichte 'WB' Picea orientalis 'WB'
Artikelnummer: 118676Detaillierte Produktbeschreibung
Picea orientalis 'WB' – ein zwergwüchsiger Kultivar der Orientalischen Tanne, die als Hexenbesen-Mutation entstanden ist. Die Abkürzung WB wird bei Koniferen üblicherweise für „Witches’ Broom“ verwendet, also eine kompakte Wachstumsmutation mit kurzen Zuwächsen. Die ursprüngliche Art stammt aus dem Kaukasus, der Nordosttürkei und der Schwarzmeerregion, wo sie in Bergwäldern bis zur oberen Waldgrenze wächst. Der Kultivar behält die kurzen, glänzenden Nadeln, die dichte Verzweigung und die Widerstandsfähigkeit der Art bei, wächst jedoch deutlich langsamer. Die jährlichen Zuwächse betragen etwa 5 cm. Im Alter von 10 Jahren erreicht sie eine Höhe von ca. 0,8 m, in der Endphase etwa 2–2,5 m und bildet einen sehr kompakten, kegelförmigen bis pyramidalen Habitus aus. Die Nadeln sind kurz, auf der Oberseite der Zweige dicht gedrängt, blaugrün bis dunkelgrün und an der Spitze leicht stachlig. Die Frühlingsaustriebe haben einen frischen Grünton, der mit den dunkleren Nadeln des Vorjahres kontrastiert. Die Blüten sind von geringer Zierwirkung; bei älteren Pflanzen können ausnahmsweise schlanke, hängende Zapfen erscheinen, die bei der Reife braun werden. Der Kultivar 'WB' eignet sich hervorragend für den Steingarten, den Vorgarten, größere Gefäße, Heidegärten oder als niedriger, immergrüner Akzent zwischen anderen Koniferen und Ziersträuchern. Sie harmoniert sehr gut mit Heidekraut, Erdbeerkraut, Zwergkiefern, niedrigen Wacholdern, Schwingrasen und Fetthennen.
Die Orient-Fichte wächst bis zu einer Höhe von 25 m, hat eine breit kegelförmige, bis zum Boden reichende Krone und eine spitze, ausgeprägte Spitze. Die Äste der dunkelgrünen Krone wachsen in Quirlen und ragen in der Jugend schräg vom Stamm ab. Die Nadeln sind 5-10 mm lang und 1 mm breit, vierkantig, glänzend, dunkelgrün mit ein bis vier Reihen weißlicher Spaltöffnungen und sind dicht an der Oberseite des Zweiges angeordnet, den sie dicht bedecken. Männliche Zapfen sind zylindrisch, dunkelrot, 1-2 cm lang und wachsen in den Achseln der oberen Nadeln an älteren Zweigen. Weibliche Zapfen sind anfangs dunkelrot und später purpurviolett, bis zu 3 cm lang, anfangs aufrecht und nach der Bestäubung hängend, wachsen an den Enden der Triebe. Die Orient-Fichte verträgt starke Beschattung, trockene Standorte, heiße Sommer und ist gewöhnlich frostbeständig bis -30 °C, wächst auch gut in dichten Wäldern, ist an pH-Wert und Bodenqualität nicht anspruchsvoll. Obwohl in ihrer Heimat häufige und regelmäßige Niederschläge fallen, passt sie sich problemlos an trockenere Bedingungen heutiger Standorte an. In ihrer Heimat wächst sie an der oberen Waldgrenze. Sie ist nur mäßig tolerant gegenüber verschmutzter städtischer Umgebung und verträgt keine Bodenversalzung.
Pflege: Bevorzugt einen vollsonnigen Standort, der die intensive Färbung der Frühlingszuwächse und ein kompaktes Kronenwachstum fördert. Der Boden sollte fruchtbar, mittelschwer bis lehmig-sandig, gut durchlässig und dauerhaft leicht feucht sein, jedoch nicht dauerhaft vernässt. Am besten geeignet sind Böden mit saurer bis leicht saurer Reaktion, etwa im Bereich von pH 5–6,5, weshalb dem Pflanzloch oft Torf oder Nadelstreu beigemischt wird. Um den Wurzelballen herum ist Rindenmulch empfehlenswert, der Temperaturschwankungen und Austrocknung des Bodens reduziert und gleichzeitig das flache Wurzelsystem schützt. Containerpflanzen werden von März bis Oktober gepflanzt. In warmen und trockenen Perioden ist eine regelmäßige Bewässerung vorteilhaft, insbesondere in den ersten zwei bis drei Jahren nach der Pflanzung. Nach dem Einwurzeln verträgt die Fichte vorübergehende Trockenheit, jedoch führen langanhaltende Trockenperioden zu einem Austrocknen der Triebspitzen, besonders in städtischer Umgebung. Die Frostbeständigkeit des Kultivars liegt bei etwa –26 °C. In normalen Wintern in Ebenen und Mittelgebirgen bereitet der Winterschutz keine Probleme, junge Pflanzen in Behältern überwintern jedoch besser geschützt oder nach dem Einlassen des Behälters in den Boden. Die Düngung ist sparsam. Im Frühjahr genügt eine einmalige Gabe von Dünger für Zierkoniferen, die ein gleichmäßiges Wachstum ohne übermäßige Verlängerung der Triebe fördert. Der Schnitt beschränkt sich auf das Entfernen trockener, erfrorener oder beschädigter Äste; eine grundlegende Formgebung ist nicht notwendig. Bei ungünstigen Bedingungen können Pilzkrankheiten des Nadelwerks auftreten, und Schädlinge wie Spinnmilben oder Blattläuse können vorkommen. Ein luftiger Standort, gleichmäßige Feuchtigkeit und eine nicht übermäßige Stickstoffdüngung reduzieren ihr Auftreten erheblich. Bei Gruppenpflanzungen wird ein Abstand von mindestens 2,5–3 m zwischen den einzelnen Pflanzen oder größeren Gehölzen empfohlen, damit die Sorte genügend Platz hat, ihre volle Form und Farbe zu entfalten.
Autor: Nikol | Revision: 2026.06.22
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Fichten (Picea) |
|---|---|
| Gewicht: | 1 kg |
| EAN: | 2284900377259 |
| Pflanz- und Pflegeanleitung: | Anleitung zum Anbau von Nadelbäumen - /anleitungen-zum-anbau-von-nadelbaeumen/ |
| Verpackung: | Container C5 |
| Form und Höhe: | 15-25 cm |
| Plant Passport: | A: Picea B: CZ-4282 C: 24/FP/0002 D: PL |
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