Kuckucks-Lichtnelke Lychnis flos-cuculi
Artikelnummer: 99459Produktdetailbeschreibung
Kuckucks-Lichtnelke - syn. Silene flos-cuculi. Ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse, beheimatet von Europa bis Westsibirien. In Mitteleuropa zählt sie zu den heimischen Arten feuchter Wiesen, Quellfluren und Gräben, wo sie an Stellen mit dauerhaft frischem Boden wächst. Im Garten bildet sie eine bodennahe Blattrosette und aufrechte, verzweigte Stängel, die in der Regel 50–75 cm hoch werden. Im späten Frühjahr und zu Beginn des Sommers erscheinen endständige Trugdolden rosafarbener Blüten. Jedes Kronblatt ist tief in vier schmale Zipfel geteilt, was den Blüten ein spitzenartiges, „zerzaustes“ Aussehen verleiht. Die Blüten liefern Nektar und Pollen und werden von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen gern besucht, in der Vase wirken sie luftig in Wiesensträußen. Die Pflanze enthält Saponine und weitere sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Flavonoide und Phenolsäuren, weshalb sie früher vereinzelt in der Volksheilkunde und als leicht schäumende Pflanze genutzt wurde, ohne Anspruch auf gesundheitsbezogene Aussagen. In Pflanzungen im naturnahen Stil passt sie zu Sibirischer Schwertlilie, Mädesüß, Vergissmeinnicht, Seggen und Ziergräsern. Außerhalb der Blüte bleiben die Blattrosetten am Boden, die sich im Winter oft purpurn verfärben, sodass der Bestand gut erkennbar bleibt. An den Stängeln bilden sich mitunter schaumige Ansammlungen von Schaumzikadenlarven, bekannt als „Kuckucksspeichel“, die eher einen optischen Makel darstellen.
Anbau: Der Standort ist sonnig bis halbschattig, in wärmeren Tieflagen gedeiht sie bei ausreichender Feuchtigkeit auch in voller Sonne. Für die Kultur am Teich genügt ein leicht erhöhtes Ufer. Der Boden ist mittelschwer bis lehmig, humos und gleichmäßig feucht, mit einem pH-Wert von etwa 5,5–7,5. Kurzzeitige Staunässe wird zwar vertragen, dauerhaftes Stehen in tiefem Wasser ist jedoch ungeeignet, besser eignet sich die Uferzone oder ein Regengarten mit Drainage. Gegossen wird so, dass das Substrat nicht austrocknet, eine Mulchschicht aus Laubkompost oder Kompost hält die Feuchtigkeit auch im Sommer. Die Düngung erfolgt sparsam, denn ein Stickstoffüberschuss fördert üppigen Wuchs auf Kosten der Standfestigkeit der Stängel. Verblühte Blütenstände können entfernt oder für die Selbstaussaat stehen gelassen werden. Gepflanzt wird von März bis Oktober, der empfohlene Pflanzabstand beträgt 30–35 cm, etwa 7 Pflanzen pro m². Die Frosthärte eingewachsener Horste wird mit bis zu -35 °C angegeben, in der Gartenpraxis überwintert die Art auch ohne Abdeckung gut. Die Pflanzen lassen sich im Frühjahr oder zu Beginn des Herbstes teilen. An Schädlingen können in jungen Pflanzungen Schnecken auftreten, an Krankheiten vor allem Echter Mehltau bei Trockenheit und zu dichtem Stand, ansonsten ist die Art zuverlässig. In extensiven Bereichen bewährt sich die Pflanzung in Gruppen, damit die zarten Blüten im Bestand nicht untergehen. In schweren Böden empfiehlt es sich, das Beet zu erhöhen und Sand oder Kies beizumischen, da es sonst zu Stängelgrundfäule kommen kann.
Autor: Kristýna | Revision: 02.02. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch L) |
|---|---|
| EAN: | 2284900494246 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 60-80 |
| Blütenfarbe: | Rosa |
| Blütezeit: | Mai, Juni, Juli |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Lychnis B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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