Kornelkirsche 'Macrocarpa' Cornus mas macrocarpa
Artikelnummer: 8885025Produktdetailbeschreibung
Kornelkirsche 'Macrocarpa' - eine traditionelle großfrüchtige Sorte, die für die Gartengestaltung ebenso wie für den Erwerbsobstbau gezüchtet wurde. Die Ausgangsart ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Westasien verbreitet, wo sie an Waldrändern und auf buschigen Hängen wächst. Die Sorte 'Macrocarpa' zeichnet sich durch kräftigen Wuchs aus und erreicht eine Höhe von 3 bis 4 m und eine Breite von 2 bis 3 m. Die Blätter sind breit elliptisch, frischgrün und färben sich im Herbst gelb-orange. Bereits Ende Februar oder im März, noch vor dem Laubaustrieb, ist die Pflanze mit kleinen, leuchtend gelben Blüten in dichten Dolden übersät, die im zeitigen Vorfrühling eine bedeutende Nahrungsquelle für Bienen darstellen. Die Frucht ist eine große, ovale Steinfrucht mit einem Gewicht von bis zu 7 g, dunkelroter Farbe und glänzender Oberfläche. Das Fruchtfleisch ist fleischig und saftig, schmeckt süßsäuerlich und enthält viel Vitamin C, Säuren, Gerbstoffe und Pektine. Die Früchte werden zum Frischverzehr sowie zur Herstellung von Marmeladen, Kompotten, Kornelkirschlikören oder Sirupen verwendet. Dank ihres dekorativen Aussehens und ihres Nutzwerts eignet sich die Pflanze als Solitär und für frei wachsende Hecken. Die Früchte stärken das Immunsystem und wirken sich günstig auf die Gefäßwände aus.
Anbau: Die Kornelkirsche zählt nach ihren Ansprüchen zu den wärmeliebenden Obstgehölzen kalkhaltiger Böden. Am besten gedeiht sie auf neutralen oder schwach alkalischen Böden in sonnigen, offenen Lagen, an Süd-, Südost- und Südwesthängen. Sie verträgt auch trockenere Bedingungen, da sie tief wurzelt und sich auch bei ungleichmäßig verteilten Niederschlägen mit Wasser versorgen kann. Nur während der Fruchtreife, je nach Saison von August bis September, benötigt sie mehr Feuchtigkeit. Sie ist im Holz wie in der Blüte vollständig frosthart. Ein erfolgreicher Anbau ist bis in Höhenlagen von 600 m möglich. Kalte Lagen, insbesondere solche mit häufigem Nebel, sagen ihr wenig zu. Schatten und Halbschatten verträgt sie ebenfalls nicht. Vor allem nach der Pflanzung, in der Phase des Erziehungsschnitts, ist ein stärkerer Rückschnitt erforderlich. Beim Pflanzen eines Strauchs werden 3–5 Hauptäste belassen und um etwa ein Drittel bis zur Hälfte eingekürzt. Dieser Schnitt wird in den ersten drei Anbaujahren wiederholt. Bei einem veredelten Bäumchen lässt sich die Krone mit oder ohne Mitteltrieb (Hohlkrone) erziehen, ähnlich wie bei Kern- oder Steinobst. Da die Kornelkirsche am einjährigen Fruchtholz trägt, das von Natur aus reichlich gebildet wird, beschränkt sich der Schnitt auf das Auslichten von Strauch oder Krone. In der Volksheilkunde werden Kornelkirschen bis heute bei Verdauungsbeschwerden empfohlen, vor allem bei Darmproblemen, sowohl akuten (etwa Durchfall und Bauchkrämpfen) als auch chronischen. Die Heilwirkung der Früchte ist bereits seit der Antike bekannt. Nutzbar sind in dieser Hinsicht alle Pflanzenteile (Rinde, Wurzeln, Triebe, Früchte). Rinde, Wurzeln oder Triebe wurden beispielsweise gegen Fieber eingesetzt. Die Früchte lassen sich bei Darmerkrankungen verwenden. Heilmittel aus Blättern, Blüten und Früchten können bei Verdauungsbeschwerden, Blutarmut sowie Leber- oder Nierenerkrankungen eingesetzt werden. Frischer, eingedickter Fruchtsaft wird bei der Behandlung von Diabetes verwendet. In der traditionellen Medizin findet der eingedickte Saft auch bei Hauterkrankungen Anwendung. Fruchtfleisch und das aus den Kernen gewonnene Öl eignen sich zur Behandlung und Regeneration geschädigten Hautgewebes. Kornelkirschen lassen sich auch mit anderen, weniger wertvollen Obstarten kombinieren. Im Südwesten Europas werden die Früchte gern zu Kompott und Eingemachtem verarbeitet. Kulinarisch interessant ist die Verwendung in gemischten Kompotten mit Preiselbeeren und Birnen als Beilage zu Wildgerichten. Die Früchte werden auch durch Trocknen oder Einfrieren haltbar gemacht. Mit dem getrockneten, gemahlenen Fruchtfleisch wird zudem Grillfleisch bestreut. Aus getrockneten Kornelkirschen lässt sich, ähnlich wie aus Hagebutten, ein schmackhafter Tee zubereiten. Ebenso wird aus den Früchten ein aromatischer Sirup mit hohem Vitamingehalt hergestellt. Die Früchte können in Alkohol eingelegt oder zu Wein oder Brand verarbeitet werden. Neben Vitaminen, Anthocyanen und Phenolverbindungen enthalten Kornelkirschen viel Säure und Pektin, was ihre Gelierfähigkeit bestimmt. So wird die Kornelkirsche seit Jahrhunderten für Marmeladen, Gelees und Kompotte genutzt. Bei der Verarbeitung zu Lebensmitteln ist meist eine ausreichende Zuckerzugabe erforderlich.
Autor: Nikol | Revision: 16.7.2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Kornelkirsche |
|---|---|
| EAN: | 2284900409004 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Cornus B: CZ-4282 C: 26/FP/0116 D: PL |
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