Japanischer Meerrettich Wasabi - Wasabia japonica Wasabi japonica
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Japanischer Meerrettich Wasabi – eine außerordentlich seltene, luxuriöse und kultivierungstechnisch anspruchsvolle ausdauernde Staudenart, die weltweit als Quelle für echtes, hochgeschätztes japanisches Wasabi bekannt ist. Diese Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler stammt aus den kühlen Bergtälern Japans, wo sie im Unterholz entlang der Ufer kristallklarer und kalter Wasserläufe wächst. Sie bildet kompakte Horste aus üppigen Blättern und erreicht eine Höhe sowie Breite von etwa 30 bis 60 cm. Aufgrund ihrer spezifischen ökologischen Ansprüche stellt sie eine wahre Krönung der gärtnerischen Kunst dar. Unter unseren Bedingungen wird sie vor allem als exklusive kulinarische Rarität im Halbschatten von Gärten, in Gewächshäusern oder als transportable Pflanze in Gefäßen kultiviert. Der Hauptschatz und wertvollste Teil der Pflanze ist ihr Rhizom (oft fälschlicherweise als Wurzel bezeichnet), aus dem durch traditionelles Reiben auf einer Haifischhaut-Reibe die echte, scharf brennende grüne Paste gewonnen wird. Dieses Rhizom wächst sehr langsam und erreicht seine optimale Erntegröße erst nach 18 bis 24 Monaten geduldiger Pflege. Echtes Wasabi besitzt einen komplexen, mild süßlichen, krautigen Geschmack mit einer intensiven, aber schnell verfliegenden Schärfe, die die Nasennebenhöhlen stimuliert. Ein riesiger Vorteil ist, dass die gesamte Pflanze komplett essbar ist. Die jungen, lang gestielten, sattgrünen Blätter in herz- bis nierenförmiger Gestalt mit ausgeprägter Nervatur haben einen mild pikanten Geschmack und eignen sich hervorragend für frische Salate. Im Frühjahr (von März bis Mai) blüht die Pflanze zudem mit kleinen, reinweißen Blüten in traubiger Anordnung, die ebenfalls essbar sind und zur Dekoration von Speisen verwendet werden. Als ursprüngliche Gebirgspflanze ist sie zwar frosttolerant (kurzzeitig verträgt sie Absenkungen auf -5 bis -10 °C), jedoch sterben ihre Blätter bei Frost ab und das Rhizom reagiert extrem empfindlich auf durchgefrorene Böden, weshalb sie eine spezifische Winterpflege benötigt.
Pflege: Sie benötigt einen geschützten, schattigen bis tiefschattigen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit. In der Natur wächst sie als Unterholz entlang kalter Gebirgsbäche. Sie verträgt absolut keine direkte Sonne und keine heiße, trockene Luft, da dies zu sofortigem Welken, Blattverbrennungen und Wachstumsstopp führt. Der ideale Bodentyp für die Kultivierung unter Gartenbedingungen ist eine extrem leichte, humose, lockere und perfekt durchlässige Mischung mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert (ideal ist eine Kombination aus Laubmold, Torf, Perlit und feinem Kies). Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, sicherzustellen, dass die Wurzeln ständig feucht sind, aber das Substrat muss so luftig sein, dass das Wasser um die Wurzeln kontinuierlich fließen kann und nicht stagniert. In schwerer, staunasser Gartenerde faulen die Wurzeln innerhalb weniger Tage. Das Gießen muss sehr reichlich und täglich erfolgen; an heißen Sommertagen ist es notwendig, die Pflanze mehrmals täglich über die Blätter zu besprühen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und das Mikroklima zu kühlen (die ideale Temperatur für das Wachstum liegt bei nur 10–15 °C). Die Düngung erfolgt sehr sparsam vom Frühjahr bis Ende des Sommers mit einer schwachen Lösung aus organischem Dünger. Der Schnitt beschränkt sich lediglich auf das fortlaufende Entfernen alter, gelbender oder beschädigter Blätter an der Basis des Horstes. Die Pflanze wächst relativ langsam und bildet eine bodennahe Rosette aus lang gestielten Blättern, aus der erst nach 18–24 Monaten das verdickte Rhizom heranwächst, welches das Hauptobjekt der Ernte ist. Aufgrund der extremen Anforderungen an Klima und Wasserfluss ist unter unseren Bedingungen die Kultivierung in transportablen Gefäßen oder in speziellen schattigen hydroponischen Systemen am geeignetsten. Bei der Pflanzung mehrerer Pflanzen nebeneinander werden Abstände von 30–40 cm empfohlen. Unter unseren Bedingungen ist sie nicht zuverlässig frosthart (kurzzeitig verträgt sie Absenkungen auf -3 °C bis -5 °C, aber bereits leichter Frost verbrennt die Blätter und bei Durchfrostung des Wurzelballens stirbt die Pflanze). Am sichersten ist es, Wasabi im Topf zu kultivieren und es im Winter (ab Oktober/November) an einen kühlen, aber hellen und frostfreien Ort (Wintergarten, kühles Gewächshaus oder Flur) mit einer Temperatur zwischen 5–10 °C zu stellen, wo es bei mäßiger, aber gleichmäßiger Bewässerung sicher überwintert.
Autor: Lucie | Revision: 30.06.2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Raritäten & Sammlerstücke |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 20-40 |
| Blütenfarbe: | Weiß |
| Blütezeit: | Mai, Juni |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Wasabia B: CZ-4282 C: 26/FP/0093 D: NL |
| Plant Passport 2: | A: Wasabia B: CZ-4282 C: 25/FP/0066 D: NL |
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