Immergrünes Felsenblümchen Draba aizoides
Artikelnummer: 3307Produktdetailbeschreibung
Immergrünes Felsenblümchen - ein kleiner, ausdauernder Kreuzblütler aus den Gebirgen Europas. Die Art wächst an sonnigen, steinigen und oft kalkreichen Standorten in den Alpen, Pyrenäen, Karpaten und auf dem Balkan, typischerweise in Felsspalten und auf Schutthalden mit raschem Wasserabzug. Außerhalb der Gebirge ist sie in Mitteleuropa kaum wild anzutreffen, im Garten bewährt sie sich jedoch als zuverlässige Steingartenpflanze für trockenes Mikroklima. Sie bildet niedrige Polster aus linealisch-lanzettlichen, dunkelgrünen Blättern in dichten Rosetten, die Blattränder sind oft fein bewimpert. Die Pflanze ist meist halbimmergrün und behält in milden Wintern einen Teil ihrer Blätter. Von April bis Juni erscheinen 5–10 cm hohe Blütenstiele mit langen, dichten Trauben kleiner, vierzähliger Blüten. Die Einzelblüte ist klein, in der Masse entsteht jedoch ein auffälliger gelber „Teppich“ über dem Polster. Die Blüten liefern frühen Bestäubern Pollen, und die Polster betonen die Linien des Steins in Trockenmauern, Kiesbeeten und Steintrögen. In der Kombination wirkt sie besonders mit Steinbrech, Steinkraut, Hauswurz und niedrigen Fetthennen, die ähnliche Ansprüche an die Durchlässigkeit stellen. Unter guten Bedingungen erreicht die Blüte im April und Mai ihren Höhepunkt, und die Polster bleiben viele Jahre am Standort.
Anbau: Der Standort sollte sonnig bis leicht beschattet sein, stets mit sehr guter Drainage und ohne anhaltende Winternässe. Geeignet ist ein kiesiger bis steiniger, nährstoffarmer Boden, häufig mit Kalksteinsplitt. Günstig ist eine eher alkalische Bodenreaktion von etwa pH 7,0–8,5. Gepflanzt wird von März bis Oktober, am besten an erhöhten Stellen, an denen sich kein Wasser staut. Nach dem Einwurzeln ist der Wasserbedarf gering. Gegossen wird nur bei längerer Trockenheit, da Staunässe mehr schadet als Trockenheit. Die Düngung beschränkt sich auf ein Minimum, es genügt eine dünne Kompostschicht einmal im Jahr oder lediglich das Nachfüllen von Kies zum Erhalt der Bodenstruktur. Nach der Blüte können die trockenen Stiele entfernt werden, damit das Polster kompakt bleibt. Eine Teilung erfolgt vorsichtig im Frühjahr, da die Wurzeln fein sind und gern in Steinfugen einwachsen. Für Gefäße bewährt sich ein Substrat mit hohem mineralischem Anteil, etwa 2 Teile Kies auf 1 Teil humose Erde, sowie eine Drainageschicht am Boden. Die Frosthärte ist sehr hoch, unter europäischen Bedingungen werden mindestens Werte unter -20 °C angegeben. Empfindlicher reagiert die Pflanze auf Winternässe, hier helfen eine Kiesmulchschicht oder leichtes Reisig, das das Eindringen von Wasser in die Rosetten verhindert. Der Pflanzabstand beträgt 15–20 cm, das entspricht etwa 16–25 Pflanzen pro m². Krankheiten sind selten, bei schwüler und feuchter Witterung kann Fäulnis auftreten, an jungen Rosetten richten gelegentlich Schnecken Schaden an.
Autor: Kristýna | Revision: 20.01. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch D) |
|---|---|
| EAN: | 2284900102370 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 0-10 |
| Blütenfarbe: | Bernstein |
| Blütezeit: | Mai, Juni, April |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Draba B: CZ-4282 C: 25/FP/0130 D: PL |
| Plant Passport 2: | A: Draba B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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