Hirschzungenfarn 'Cristatum' Phyllitis scolopendrium 'Cristatum'
Artikelnummer: 44442Produktdetailbeschreibung
Hirschzungenfarn 'Cristatum' - syn. Asplenium scolopendrium 'Cristatum'. Die Sorte zählt zu den Gartenformen dieses europäischen Farns, der an kalkreiche Standorte gebunden ist. Im Vergleich zur Art sind die Wedel kürzer und dichter gedrängt, ihre Spitzen sind gegabelt bis gefranst und erzeugen einen kammartigen Effekt. Ausgewachsen bildet der Farn einen kompakten Horst von meist 30–45 cm Höhe und ähnlicher Breite, unter guten Bedingungen kann er etwa 50 cm erreichen. Die Wedel sind ledrig, sattgrün und überdauern oft den Winter, sodass die Pflanze die Struktur des Beetes auch außerhalb der Saison erhält. Auf der Wedelunterseite bilden sich im Sommer längliche Sporenhäufchen, die die typische Anordnung der Streifenfarne zeigen. Als Pflanzpartner eignen sich Funkien, Schaublätter, Lungenkraut, Kaukasus-Vergissmeinnicht und niedrige Ziergräser, wobei die zerteilten Wedelspitzen den Übergang zwischen feiner und fester Textur betonen. Das Wachstum ist eher langsam, doch der Horst verdichtet sich nach und nach und behält eine regelmäßige Form. Die Sorte ist weder dornig noch giftig und verträgt dank der festen Blattspreite auch Wind im geschützten Schatten. Auch in Gefäßen auf Terrassen oder Balkonen findet sie Verwendung und belebt mit ihren sattgrünen Wedeln den Raum. Bei starkem Frost können sich die Wedel niederlegen, mit wärmerem Wetter richten sie sich jedoch wieder auf.
Anbau: Benötigt wird ein halbschattiger bis schattiger Standort, idealerweise mit kühlerem Kleinklima ohne sommerliche Sonnenglut. Am besten geeignet ist ein humoser, mäßig feuchter, gut durchlässiger Boden mit Kalkbeimischung, empfohlen wird ein pH-Wert von etwa 6,5–7,8. Auf schweren, verdichteten Böden hilft die Beimischung von gröberem mineralischem Material und Lauberde, damit das Rhizom nicht im Wasser steht. Gleichmäßig gegossen wird vor allem nach der Pflanzung, später verträgt der Farn auch trockeneren Schatten, sofern die Bodenoberfläche gemulcht ist. Die Düngung beschränkt sich in der Regel auf eine Kompostschicht im Frühjahr, in Gefäßen auf eine schwache Nachdüngung im April und Mai. Gepflanzt wird von März bis Mai oder im September und Oktober. Der Pflanzabstand beträgt 30–35 cm, was etwa 8–10 Pflanzen pro m² entspricht. Eingewachsene Horste sind bis etwa -25 °C frosthart, junge Pflanzen profitieren von einer winterlichen Laubmulchschicht. Risiken sind Fäulnis bei anhaltender Staunässe und vertrocknende Wedelränder bei trockener, warmer Luft, im Frühjahr können Schnecken auftreten. Bei Kultur im Gefäß empfiehlt sich ein tieferer Topf mit einem Substrat mit höherem Humusanteil, ergänzt durch Perlit oder Kies als Drainage. Die Gefäße werden im Schatten aufgestellt, damit sich der Wurzelballen im Sommer nicht überhitzt, und im Winter vor dem vollständigen Durchfrieren geschützt. Die Frühjahrspflege besteht im Entfernen beschädigter oder braun werdender Wedel, neue Wedel überdecken das ältere Gewebe rasch. Eine Teilung der Horste ist im Frühjahr oder im Spätsommer möglich, stets mit ausreichend Rhizom und Wurzeln. Ein Rückschnitt von Blütenstielen entfällt, da der Farn keine bildet und vor allem durch sein Laub wirkt.
Autor: Kristýna | Revision: 04.02. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Farne (Polypodiopsida) |
|---|---|
| EAN: | 2284900309274 |
| Lichtverhältnisse: | Halbschatten, Schatten |
| Höhe: | 40-60 |
| Blattfarbe: | Grün |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Phyllitis B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
Diskussion
Seien Sie der Erste, der einen Beitrag zu diesem Artikel schreibt!
