Haselnuss 'Tonda di Giffoni' - Container Corylus avellana 'Tonda di Giffoni'
Artikelnummer: 116210 80956 9999242 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Haselnuss 'Tonda di Giffoni' - traditionelle italienische Sorte aus der Region Kampanien. Unter mitteleuropäischen Bedingungen wächst sie als mittelstark wachsender Strauch von etwa 3–4 m Höhe und 2–3 m Breite. Mit der Zeit breitet sie sich über Wurzelausläufer aus. Die Zweige sind biegsam und braun, junge Triebe fein filzig behaart. Die Blätter sind rundlich eiförmig bis breit oval und am Grund herzförmig. Sie besitzen eine ausgeprägte Nervatur und eine raue Oberfläche, oberseits sind sie sattgrün, im Herbst färben sie sich in wärmere Gelbtöne. Die Hasel ist einhäusig. Die männlichen Blüten bilden schmale, gelbliche Kätzchen von etwa 3–7 cm Länge, die sehr früh im Frühjahr erscheinen, oft schon im Februar bis März. Die weiblichen Blüten sind winzige Knospen mit roten Narben, verborgen in den Achseln der Knospen. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch den Wind. Dank teilweiser Selbstfruchtbarkeit trägt auch eine einzeln stehende Pflanze Früchte. Für eine hohe und regelmäßige Ernte empfiehlt sich jedoch eine weitere Hasel mit ähnlicher Blütezeit als Befruchter, etwa die Sorte 'Barcelona' oder andere bewährte Haselnüsse. Die Nüsse bilden sich zu 3–5 Stück in grünen, tief geschlitzten Hüllen, aus denen sie bei der Reife teilweise herausragen. Die Früchte sind rund und mittelgroß. Ihre dünne Schale lässt sich gut knacken. In wärmeren Lagen Deutschlands tritt die Reife Ende August bis Anfang September ein, in kühleren Lagen eher in der ersten Septemberhälfte. Die Kerne haben einen fein süßlichen, vollen Geschmack mit angenehmem Nussaroma. Sie lassen sich gut rösten und behalten in Konditoreiwaren ihre Form. Haselnüsse enthalten einen hohen Fettanteil mit überwiegend ungesättigten Fettsäuren. Hinzu kommen Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamin E, B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen. Damit sind sie ein wertvoller Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung. In der Küche dienen sie zum Rohverzehr, für Kuchen, Cremes, selbst gemachtes Nussmus oder Granola und geröstet auch als Dekoration von Desserts.
Anbau: Gewählt wird ein wärmerer, sonniger Standort, idealerweise in tieferen und mittleren Lagen, geschützt vor starkem Winterwind. Die Hasel verträgt auch leichten Halbschatten. Für eine gute Ausreifung der Nüsse und einen regelmäßigen Fruchtansatz ist volle Sonne jedoch vorteilhafter. Am besten gedeiht sie in tiefgründigen, mittelschweren, lehmigen bis lehmig-sandigen Böden mit ausreichend Humus. Diese sollen Feuchtigkeit gut speichern, aber nicht dauerhaft vernässt sein. Der optimale pH-Wert liegt bei etwa 6–7. Auf stark alkalischen oder vernässten Böden lässt das Wachstum nach. Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr (März–April) oder im Herbst (Oktober–November), solange der Boden noch warm ist. Einzelne Sträucher werden mit etwa 3–4 m Abstand gesetzt, für niedrigere frei wachsende Hecken genügt ein Pflanzabstand von 1–1,5 m. Nach der Pflanzung empfiehlt es sich, gut ausgereiften Kompost in den Wurzelbereich einzuarbeiten. Der Boden sollte mit Holzhäckseln oder Rinde gemulcht werden. In den ersten beiden Jahren ist regelmäßiges Gießen wichtig. Die Hasel hat ein flaches Wurzelsystem und reagiert daher empfindlich auf Sommertrockenheit. Gleichmäßige Bodenfeuchte fördert die Nussgröße und die Qualität der Kerne. Haselnüsse sind gut frosthart: Gut eingewurzelte Pflanzen vertragen Temperaturen bis etwa −25 bis −28 °C. Empfindlicher ist lediglich die frühe Blüte gegenüber Spätfrösten. Der Strauch trägt am besten am zwei- und dreijährigen Holz. Der Rückschnitt zielt daher auf eine laufende Verjüngung und den Erhalt von 6–8 kräftigeren Gerüsttrieben. Überalterte oder zu dicht stehende Triebe werden im Vorfrühling entfernt. An Krankheiten und Schädlingen treten vereinzelt Blattläuse, Blattroller oder ein Befall der Früchte durch Larven der Walnussfruchtfliege auf. Das Risiko sinkt durch rechtzeitiges Aufsammeln und Vernichten beschädigter Früchte sowie durch die Förderung natürlicher Gegenspieler. Im Garten kommt die Hasel als Solitär im Nutzgarten zur Geltung, in einer essbaren Hecke oder in Kombination mit weiteren Obststräuchern wie Felsenbirne, Sanddorn oder Johannisbeeren. Dort bildet sie ein stabiles, langlebiges Grundgerüst der Pflanzung.
Autor: Nikol | Revision: 2.12.2025
Mehr unter: Anleitung zum Anbau von Haselnusssträuchern
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Haselnüsse |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Blütezeit: | Marsch, Februar |
| Pflanz- und Pflegeanleitung: | Anleitung zum Anbau von Haselnusssträuchern - /anleitungen-zum-anbau-von-obstbäumen/anleitung-zum-anbau-von-haselnusssträuchern/ |
| Fruchtfarbe: | Braun |
| Ernte-/Reifedatum: | September, Oktober |
| Bestäubungsart (Pflanzengeschlecht): | teilselbstfruchtend |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Corylus B: CZ-4282 C: 26/FP/0134 D: CZ |
| Plant Passport 2: | A: Corylus B: CZ-4282 C: 26/FP/0003 D: CZ |
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