Haselnuss 'Hallesche Riesen' Corylus avellana 'Hall's Giant'

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Eine alte europäische Sorte der Gemeinen Hasel, im Ausland als 'Hallesche Riesennuss', Hall's Giant oder Géant de Halle bekannt. Sie wird wegen ihrer großen Nüsse, der zuverlässigen Fruchtbarkeit und einer guten Kälteresistenz kultiviert. Der Strauch wächst kräftig, mehrstämmig, breit-aufrecht bis ausladend und erreicht üblicherweise eine Höhe von 4–6 m sowie eine Breite von 3–4 m. Die Blüte erfolgt sehr früh, von Februar bis April, mit gelben Kätzchen; die weiblichen Blüten haben rote Narben. Die Nüsse reifen von Mitte September bis Oktober und sind groß, braun, mit einer festeren Schale und einem süßen Kern.

Detaillierte Informationen

Detaillierte Produktbeschreibung

Haselnuss 'Hallesche Riesennuss' - eine alte europäische Sorte der Gemeinen Haselnuss, in internationalen Katalogen auch als Hall's Giant, Géant de Halle oder Bollwiller geführt. Ihre Herkunft wird mit Deutschland in Verbindung gebracht; in Obstplantagen wird sie wegen ihrer großen Nüsse, der zuverlässigen Fruchtbarkeit und der guten Kälteresistenz geschätzt. Der Strauch wächst kräftig, mehrstämmig, breit aufrecht bis ausladend und erreicht in Gärten üblicherweise eine Höhe von 4–6 m und eine Breite von 3–4 m, unter sehr günstigen Bedingungen kann er noch höher werden. Der jährliche Zuwachs beträgt etwa 20–30 cm. Die Blätter sind breit eiförmig bis rundlich, 6–12 cm lang, mit gesägtem Rand, im Sommer sattgrün und im Herbst gelb bis orange-gelb. Die Blüte erfolgt sehr früh, meist von Februar bis April. Die männlichen Blüten bilden hängende gelbe Kätzchen, die kleinen weiblichen Blüten zeigen sich durch rote Narben. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Die Sorte ist teilweise selbstfruchtend, für eine höhere und regelmäßigere Ernte empfiehlt sich jedoch eine zweite Haselnuss mit gleicher oder überlappender Blütezeit in der Umgebung, wie zum Beispiel 'Webbs', 'Lombardische Weiße', 'Nottingham', 'Cosford' oder die gewöhnliche Corylus avellana. Die Nüsse reifen von Mitte September bis Oktober. Sie sind groß, braun, kugelig bis leicht länglich, mit einer festeren Schale und einem süßen, mild-nussigen Kern. Sie eignen sich zum Direktverzehr, zum Trocknen, Rösten, Backen, für Süßwaren, Cremes, Granola, Nussbutter sowie zur langfristigen Lagerung. Die Kerne enthalten Öle, Proteine, Ballaststoffe, Vitamin E, B-Vitamine, Magnesium und Kalium.

Pflege: Wir wählen einen wärmeren und sonnigen Standort, idealerweise in niedrigeren und mittleren Lagen, geschützt vor starkem Winterwind. Der Haselstrauch verträgt auch leichten Halbschatten, für eine gute Reifung der Nüsse und einen regelmäßigen Fruchtansatz ist volle Sonne jedoch vorteilhafter. Am besten gedeiht er in tiefen, mittelschweren lehmigen bis lehmig-sandigen Böden mit ausreichend Humus, die Feuchtigkeit gut speichern, aber nicht dauerhaft vernässen. Der optimale pH-Wert liegt bei etwa 6–7, auf stark alkalischen oder vernässten Böden verschlechtert sich das Wachstum. Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr (März–April) oder im Herbst (Oktober–November), wenn die Böden noch warm sind. Einzelne Sträucher werden etwa 3–4 m voneinander entfernt gepflanzt, bei niedrigeren, freistehenden Hecken kann ein Abstand von 1–1,5 m verwendet werden. Nach der Pflanzung ist es ratsam, gut verrotteten Kompost in die Umgebung der Wurzeln einzuarbeiten, den Boden mit Hackschnitzeln oder Rinde zu mulchen und in den ersten beiden Saisons für regelmäßige Bewässerung zu sorgen. Der Haselstrauch hat ein flaches Wurzelsystem und reagiert daher empfindlich auf Sommertrockenheit. Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit fördert die Größe der Nüsse und die Qualität der Kerne. Hinsichtlich der Frostbeständigkeit sind Haselnusssträucher widerstandsfähig, gut etablierte Pflanzen vertragen Temperaturen von etwa −25 bis −28 °C, nur die frühe Frühlingsblüte ist anfälliger für späte Fröste. Der Strauch trägt am besten auf zweijährigem und dreijährigem Holz, daher konzentriert sich der Schnitt auf die kontinuierliche Verjüngung und die Erhaltung von 6–8 stärkeren Gerüsttrieben; überalterte oder zu stark verdichtende Triebe werden im Vorfrühling entfernt. Von Krankheiten und Schädlingen können gelegentlich Blattläuse, Rüsselkäfer oder ein Befall der Früchte durch die Larven der Nussfruchtfliege auftreten, das Risiko wird durch rechtzeitiges Sammeln und Vernichten geschädigter Früchte sowie durch die Förderung natürlicher Fressfeinde reduziert. In der Gartengestaltung eignet sich der Haselnussstrauch als Solitär im Nutzgarten, in einer essbaren Hecke oder in Kombination mit anderen Obststräuchern wie Felsenbirne, Sanddorn oder Johannisbeeren, wo er ein stabiles, langlebiges Grundgerüst der Pflanzung bildet.

Mehr dazu: Anleitung zum Anbau von Lambertshaselsträuchern

Autor: Nikol | Revision: 02.07.2026

Zusätzliche Parameter

Kategorie: Haselnüsse
EAN: Variante wählen
Lichtverhältnisse: Sonne
Pflanz- und Pflegeanleitung: Anleitung zum Anbau von Haselnusssträuchern - /anleitungen-zum-anbau-von-obstbäumen/anleitung-zum-anbau-von-haselnusssträuchern/
Verpackung: Container- oder wurzelnackter Sämling
Plant Passport: A: Corylus B: CZ-4282 C: 25/FP/0101 D: PL

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