Großfrüchtige Kornelkirsche 'Florianka' - Container Cornus mas 'Florianka'

Artikelnummer: 99841
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Die Sorte 'Florianka' stammt aus dem polnischen Arboretum Bolestraszyce. Sie entstand dort als Sämling vom Standort Florianka. Die Großfrüchtige Kornelkirsche 'Florianka' wächst als dichter Strauch oder kleiner Baum mit breit kegelförmiger Krone und erreicht gewöhnlich 3–4 m × 3–4 m. Die gegenständigen Blätter sind 4–10 cm lang, im Sommer sattgrün und färben sich im Herbst gelb bis orange. Im März und April erscheinen vor dem Blattaustrieb gelbe Blütendolden, die frühen Pollen und Nektar liefern. Die Früchte reifen spät, häufig Mitte bis Ende September. Sie sind oval, rot bis dunkelrot, wiegen 3,5–4,5 g und schmecken süßsäuerlich. Ihr Pektingehalt unterstützt das Gelieren, daher eignen sie sich für Marmeladen, Gelees, Sirupe, Säfte und Liköre.

Detaillierte Informationen

Produktdetailbeschreibung

Großfrüchtige Kornelkirsche 'Florianka' - die Sorte 'Florianka' entstand im polnischen Arboretum Bolestraszyce als Sämling aus Samen eines Strauches, der im 19. Jahrhundert am Standort Florianka bei Zwierzyniec gepflanzt wurde. Im Garten wächst sie als dichter, ausladender Strauch oder kleiner Baum mit breit kegelförmiger Krone, gewöhnlich 3–4 m × 3–4 m, bei freiem Wuchs auch um 4 m. Die gegenständigen Blätter sind eiförmig bis elliptisch, etwa 4–10 cm lang, im Sommer sattgrün und gehen im Herbst in gelbe bis orange Töne über. Im März und April öffnen sich noch vor dem Blattaustrieb kleine gelbe Blüten in Dolden, die wertvollen frühen Pollen und Nektar bieten. Die Früchte reifen spät, meist Mitte bis Ende September, oft ungleichmäßig. Die Kornelkirschen sind oval, rot bis dunkelrot, durchschnittlich 3,5–4,5 g schwer und von ausgeprägt süßsäuerlichem Geschmack. Angegeben werden rund 10 % Zucker und etwa 2,8 % Säure, der Steinanteil liegt bei etwa 11 %. Das enthaltene Pektin unterstützt das Gelieren, weshalb sich die Früchte für Marmeladen, Gelees und Sirupe eignen. Sie werden außerdem für Liköre, Säfte und zum Einlegen verwendet. In Analysen werden zudem rund 31 mg Vitamin C je 100 g sowie Polyphenole einschließlich Flavonoiden und Iridoiden genannt, die sich in der Farbe und im typischen Aroma widerspiegeln.

Anbau: Die Kornelkirsche zählt nach ihren Ansprüchen zu den wärmeliebenden Obstgehölzen kalkhaltiger Böden. Am besten gedeiht sie auf neutralen oder schwach alkalischen Böden in sonnigen, offenen Lagen sowie an Süd-, Südost- und Südwesthängen. Sie verträgt auch trockenere Bedingungen, da sie tief wurzelt und sich selbst bei ungleichmäßig verteilten Niederschlägen mit Wasser versorgen kann. Lediglich während der Fruchtreife benötigt sie mehr Feuchtigkeit, je nach Saison von August bis September. Sie ist in Holz und Blüte vollständig frosthart. Ein erfolgreicher Anbau ist bis in Höhenlagen von 600 m möglich. Kühle Lagen, insbesondere solche mit häufigem Nebel, sagen ihr wenig zu. Auch Beschattung und Halbschatten verträgt sie nicht. Vor allem nach der Pflanzung, in der Phase des Erziehungsschnitts, ist ein kräftigerer Rückschnitt erforderlich. Bei der Pflanzung als Strauch werden 3–5 Hauptäste belassen und um etwa ein Drittel bis die Hälfte eingekürzt. Dieser Schnitt wird in den ersten drei Anbaujahren wiederholt. Bei der Pflanzung eines veredelten Stämmchens lässt sich die Krone mit oder ohne Mitteltrieb (Hohlkrone) ähnlich wie bei Kern- oder Steinobst aufbauen. Da die Kornelkirsche am einjährigen Fruchtholz trägt, dessen Bildung von Natur aus ausreichend ist, beschränkt sich der Schnitt auf das Auslichten von Strauch oder Krone. In der Volksheilkunde werden Kornelkirschen bis heute bei Verdauungsbeschwerden empfohlen, vor allem bei Darmproblemen, sowohl akuten (wie Durchfall und Bauchkrämpfen) als auch chronischen. Die Heilwirkung der Früchte ist bereits seit der Antike bekannt. Nutzbar sind in dieser Hinsicht alle Pflanzenteile (Rinde, Wurzeln, Triebe, Früchte). Rinde, Wurzeln oder Triebe wurden beispielsweise gegen Fieber eingesetzt. Die Früchte lassen sich bei Darmerkrankungen verwenden. Arzneien aus Blättern, Blüten und Früchten können bei Verdauungsproblemen, Blutarmut sowie Leber- oder Nierenerkrankungen eingesetzt werden. Frischer, eingedickter Fruchtsaft wird bei der Behandlung von Diabetes verwendet. In der traditionellen Medizin dient der eingedickte Saft auch zur Behandlung von Hauterkrankungen. Das Fruchtfleisch und das aus den Steinen gewonnene Öl eignen sich zur Behandlung und Regeneration geschädigten Hautgewebes. Kornelkirschen lassen sich auch mit anderen, weniger wertvollen Obstarten kombinieren. In Südwesteuropa werden die Früchte gern zu Kompott und Eingemachtem verarbeitet. Kulinarisch interessant ist die Verwendung in gemischtem Kompott mit Preiselbeeren und Birnen als Beilage zu Wild. Die Früchte werden außerdem durch Trocknen oder Einfrieren haltbar gemacht. Mit dem getrockneten, gemahlenen Fruchtfleisch wird auch Grillfleisch bestreut. Aus getrockneten Kornelkirschen lässt sich ähnlich wie aus Hagebutten ein schmackhafter Tee zubereiten. Ebenso entsteht aus den Früchten ein aromatischer Sirup mit hohem Vitamingehalt. Das Obst kann in Alkohol angesetzt oder zu Wein und Destillat verarbeitet werden. Neben Vitaminen, Anthocyanen und phenolischen Stoffen enthalten die Früchte reichlich Säure und Pektin, die die Gelierfähigkeit beeinflussen. Folgerichtig wird die Kornelkirsche schon seit Jahrhunderten für Marmeladen, Gelees und Kompotte genutzt. Bei der Verarbeitung zu Lebensmitteln ist meist eine ausreichende Zuckerzugabe erforderlich.

Autor: Nikol | Revision: 18.2. 2026

Zusätzliche Parameter

Kategorie: Kornelkirsche
EAN: 2284900215629
Lichtverhältnisse: Sonne
Höhe: 400 und mehr, 300 und mehr
Fruchtfarbe: Rot
Ernte-/Reifedatum: August, September
Verpackung: Container
Plant Passport: A: Cornus B: CZ-4282 C: 26/FP/0116 D: PL

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