Goldschuppenfarn Dryopteris affinis (Syn. Borreri)
Artikelnummer: 3314Produktdetailbeschreibung
Goldschuppenfarn - eine Art aus der Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae), verbreitet in Europa sowie in West- bis Zentralasien einschließlich der Gebirgsregionen, wo sie im Unterwuchs von Laub- und Mischwäldern, entlang von Bächen und an feuchten Hängen wächst. Im Gartenhandel wird sie mitunter unter der Bezeichnung syn. Borreri angeboten, die sich auf einen Kreis verwandter Formen bezieht. Die Pflanze bildet einen festen, horstigen Wuchs mit aufrechten bis leicht überhängenden Wedeln, die aus einem kurzen, aufrechten Rhizom hervorgehen. Die einzelnen Wedel sind lanzettlich, zwei- bis dreifach gefiedert, oberseits glänzend grün und an den Stielen auffällig mit goldbraunen bis rostfarbenen Schuppen besetzt. Ausgewachsen erreicht der Farn etwa 60–120 cm Höhe und 60–90 cm Breite, in geschütztem Kleinklima kann er noch stattlicher wirken. Auf der Wedelunterseite erscheinen im Sommer Sporenhäufchen, die von nierenförmigen Schleiern bedeckt sind, die Sporen reifen gewöhnlich von Juli bis August. Das halbimmergrüne Laub erhält die Struktur des Beetes über den Winter und bildet im Vorfrühling einen ruhigen Hintergrund für Schneeglöckchen, Blausterne oder Lerchensporn. Gut kombinieren lässt er sich mit Funkien, Christrosen, Schaublatt, Kaukasus-Vergissmeinnicht und Gehölzen für den Schatten. Die Pflanze ist duftlos, ihr Wert liegt in der Blattstruktur.
Anbau: Bewährt hat sich ein Standort im Halbschatten bis Schatten, windgeschützt und in ruhigerem Kleinklima mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, etwa unter licht stehenden Gehölzen. Am besten eignet sich ein humoser, nährstoffreicher und dauerhaft frischer, zugleich aber durchlässiger Boden. Wichtig ist eine gute Drainage, da winterliche Staunässe das Rhizom schädigt. Zusagend ist eine schwach saure bis neutrale Bodenreaktion von etwa pH 5,5–7,0. Die Pflanzung gelingt am besten von März bis Mai sowie erneut von September bis Oktober, bei einer Sommerpflanzung ist häufigeres Gießen einzuplanen. Die Wässerung ist im ersten Jahr und bei längerer Trockenheit entscheidend, nach dem Einwurzeln wird kurze Trockenheit vertragen, anhaltende Trockenheit lässt die Wedel jedoch kürzer bleiben und eintrocknen. Eine mäßige Düngung genügt, in der Regel eine Gabe Kompost oder Lauberde im Frühjahr, eine Überdüngung mit Stickstoff führt zu weicheren Wedeln. Der Rückschnitt beschränkt sich auf das Entfernen alter und beschädigter Wedel am Ende des Winters oder zeitig im Frühjahr, damit die neuen Triebe sauber austreiben. Eine Mulchschicht aus Lauberde oder feiner Rinde stabilisiert die Feuchtigkeit und schützt den Wurzelhals vor Temperaturschwankungen. Eine Kultur im Gefäß ist in einem tieferen Topf mit Drainageschicht und humusreichem Substrat mit gröberem Anteil möglich, im Winter ist es entscheidend, Vernässung zu vermeiden. Es handelt sich um einen Sporenfarn ohne Blüte und ohne Ernte. Die Frosthärte gut eingewachsener Horste wird mit etwa -28 bis -30 °C angegeben, die Wedel können bei Kahlfrost bereits um -10 bis -15 °C Schaden nehmen. Der empfohlene Pflanzabstand beträgt 45–60 cm je nach angestrebter Horstgröße. Bei schlechter Luftzirkulation können Blattflecken oder Echter Mehltau auftreten, in vernässtem Boden Rhizomfäule. Unter den Schädlingen setzen Schnecken den jungen Trieben zu, in Gefäßen tritt mitunter der Dickmaulrüssler auf. Für Einsteiger bewährt sich am meisten eine gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Übergießen.
Autor: Kristýna | Revision: 20.01. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Farne (Polypodiopsida) |
|---|---|
| EAN: | 2284900074431 |
| Lichtverhältnisse: | Halbschatten, Schatten |
| Höhe: | 60-80, 80-100, 100-120 |
| Blütenfarbe: | Keine Blume/Unscheinbare Blume |
| Blattfarbe: | Grün, Dunkelgrün |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Dryopteris B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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