Gewöhnliches Schilfrohr Phragmites australis
Artikelnummer: 97220 720551 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Gewöhnliches Schilfrohr - stattliches, ausdauerndes Gras der Feuchtgebiete und Uferstreifen stehender und langsam fließender Gewässer, in Deutschland vom Tiefland bis ins Hügelland verbreitet. Aus verzweigten, gegliederten Rhizomen bildet es ausgedehnte Kolonien und breitet sich unter guten Bedingungen um mehrere Meter pro Jahr aus. Der Bestand besteht aus aufrechten, hohlen Halmen von 2,5–4 m Höhe und nimmt im Alter meist 2,5–4 m in der Breite ein. Die Blätter sind lang linealisch, im Sommer sattgrün, im Herbst hellbraun und behalten im Winter als trockene Struktur ihre Form. Der Blütenstand ist eine große, bis etwa 50 cm lange Rispe. Ab Ende des Sommers ist sie dunkel violettbraun, im Laufe des Herbstes bleicht sie strohfarben aus und bleibt oft bis in den Winter erhalten. Im Garten dient das Schilfrohr als natürlicher Sichtschutz am Wasser, als Windschutz, als Kulisse für niedrigere Sumpfstauden und als Unterschlupf für Tiere. Die Halme werden auch für Trockengestecke und traditionell zur Dachdeckung verwendet. In der Kombination harmoniert es gut mit Rohrkolben (Typha), Teichsimsen (Schoenoplectus), Wasser-Schwaden (Glyceria) und Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus). Aufgrund seiner starken Konkurrenzkraft überwächst es jedoch leicht zartere Arten und bildet unter günstigen Bedingungen nahezu Monokulturen, daher lohnt sich in Zierpflanzungen eine durchdachte Begrenzung des Raumes.
Anbau: Am besten gedeiht es in voller Sonne, Halbschatten wird ebenfalls vertragen, dort wird der Bestand jedoch lichter und bildet weniger Rispen. Geeignet ist ein dauerhaft feuchter bis nasser Boden, lehmig bis sandig, einschließlich Standorten mit Flachwasser. Im Teich wird es meist in die Uferzone mit etwa 0–30 cm Wasser über den Wurzeln oder in den Schlamm gesetzt. Die Bodenreaktion kann sauer, neutral oder alkalisch sein, wichtiger sind gleichmäßige Feuchtigkeit und ein nährstoffreicheres Sediment. Die Pflanzung erfolgt von März bis Oktober, in der Nasszone des Teiches meist im Frühjahr, damit die Rhizome bis zum Winter gut einwurzeln. Der Pflanzabstand im Garten beträgt je nach gewünschter Schließgeschwindigkeit etwa 80–120 cm, was rund 1–2 Pflanzen pro m² entspricht. Auf kleineren Flächen empfiehlt sich die Kultur im Pflanzkorb oder mit Rhizomsperre, da die Rhizome rasch in die Umgebung durchwachsen können. Gießen ist nur nach der Pflanzung an trockeneren Ufern wichtig. In der Wasserzone ist die Versorgung meist stabil, und die Pflanze verträgt auch kurzzeitiges flaches Austrocknen, lange Trockenperioden führen jedoch zum Auslichten des Bestandes. Eine Düngung ist meist nicht erforderlich, auf sehr mageren Substraten hilft eine Kompostschicht im Frühjahr. Die trockenen Halme bleiben über den Winter als Schutz des Wurzelhalses und für Vögel stehen und werden am Ende des Winters entfernt. Die Winterhärte ist in unseren Breiten zuverlässig, ausgereifte Horste überstehen den Winter ohne Abdeckung. Das Hauptrisiko besteht in der Ausbreitung der Rhizome und der Selbstverbreitung, in warmen Sommern können Blattläuse an jungen Trieben auftreten.
Autor: Kristýna | Revision: 04.02. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Sonstige Ziergräser |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 400 und mehr, 200 und mehr, 300 und mehr |
| Blütenfarbe: | Braun, lila |
| Blütezeit: | August, September |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Phragmites B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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