Gemeine Wegwarte Cichorium intybus
Artikelnummer: 85151Produktdetailbeschreibung
Gemeine Wegwarte - ausdauernde Staude aus der Familie der Korbblütler, ursprünglich in Europa und Westasien beheimatet und in Deutschland häufig an trockenen Feldrainen, Ackerrändern und Wegrändern anzutreffen. Sie bildet eine grundständige Blattrosette und eine tiefe Pfahlwurzel, dank der sie gut mit Wasser haushaltet. Im Laufe der Saison wachsen kräftige, verzweigte Stängel, und die Pflanze erreicht gewöhnlich 70–120 cm Höhe und 30–50 cm Breite. Von Juli bis Oktober erscheinen auffällige, 2–4 cm breite Blütenkörbe in Blau, gelegentlich bis weißlich, die sich an sonnigen Tagen häufig in den Nachmittagsstunden schließen. Die Blüten liefern Pollen und Nektar und werden von Bestäubern gern besucht. Die jungen Blätter werden im Frühjahr für Salate verwendet und enthalten, ähnlich wie Zichoriengemüse, ausgeprägte Bitterstoffe. Die Wurzel wird traditionell getrocknet und als Kaffeeersatz geröstet. Sie enthält vor allem Inulin und weitere Speicherstoffe, die auch in der Lebensmittelindustrie Verwendung finden. In naturnahen Beeten wirkt sie luftig zwischen Gräsern und trockenheitsliebenden Stauden, ebenso eignet sie sich für den Kräuterbereich des Gartens, wo sie sommerliche bis herbstliche Farbe beisteuert. Bei Verletzung tritt Milchsaft aus, der empfindliche Haut reizen kann.
Anbau: Am besten gedeiht sie in voller Sonne auf durchlässigem, eher magerem bis mäßig nährstoffreichem Boden mit guter Drainage, bei Staunässe leidet der Wurzelhals. Der empfohlene pH-Wert liegt bei etwa 6,5–8,0, auch leicht kalkhaltige Böden werden vertragen. Die Pflanzung erfolgt von März bis Oktober, die Aussaat im Frühjahr oder im Herbst in einen kalten Frühbeetkasten. Gegossen wird vor allem nach der Pflanzung, später genügt Wässern in längeren Trockenperioden, die Trockenheitsverträglichkeit ist mittel. Die Düngung fällt sparsam aus, da nährstoffreiche Böden eher üppiges Laub auf Kosten der Blüte fördern. Empfehlenswert ist eine dünne Kompostgabe im Frühjahr. Eine Mulchschicht aus Mineralsplitt oder Kies hemmt Unkraut und verbessert die Drainage. Der Rückschnitt beschränkt sich auf das Entfernen verblühter Stängel, wenn die Selbstaussaat begrenzt werden soll, trockene Stängel können als Winterstruktur stehen bleiben. Die Blatternte erfolgt meist von April bis Mai, die Wurzel wird von September bis Oktober oder zeitig im Frühjahr vor dem Austrieb geerntet. Die Frosthärte ausgereifter Pflanzen liegt unter mitteleuropäischen Bedingungen in der Regel bei etwa -25 bis -30 °C. Im Beet empfiehlt sich ein Pflanzabstand von 30–40 cm, also etwa 6–9 Pflanzen pro m². Mögliche Schädlinge sind Blattläuse und Schnecken an jungen Blättern, in dichten Beständen kann Echter Mehltau auftreten. Vorbeugend wirken volles Licht, ein luftiger Pflanzabstand und der Verzicht auf übermäßige Stickstoffdüngung. Im Kübel bewährt sich wegen der Pfahlwurzel ein tieferes Gefäß mit durchlässigem, sandhaltigem Substrat. Für Einsteiger empfiehlt sich ein Standort ohne winterliche Nässe und mit leichtem Windschutz, damit die hohen Stängel nicht abknicken.
Autor: Kristýna | Revision: 23.02. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch C) |
|---|---|
| EAN: | 2284900190797 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 100 und mehr |
| Blütenfarbe: | Blau |
| Blattfarbe: | Dunkelgrün |
| Blütezeit: | Juli, August, September, Oktober |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Cichorium B: CZ-4282 C: 25/FP/0041 D: PL |
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