Echtes Leinkraut Linaria vulgaris
Artikelnummer: 134694Produktdetailbeschreibung
Echtes Leinkraut - ausdauerndes Kraut aus der Familie der Wegerichgewächse, heimisch in Europa und Westasien. In der Natur wächst es an trockenen Hängen, auf Bahndämmen und an Wegrändern. Dort verträgt es Schwankungen der Bodenfeuchte und magere Böden gut. Aus unterirdischen Rhizomen bildet es aufrechte Stängel mit schmalen, graugrünen Blättern. Im Garten erreicht es meist 20–50 cm Höhe und breitet sich ähnlich weit aus. Bis zur vollen Größe vergehen in der Regel 2–5 Jahre. Vom späten Frühjahr bis in den Herbst, am häufigsten von Juni bis September, trägt es dichte Trauben zweilippiger Blüten. Diese sind etwa 2–3 cm lang und haben einen auffälligen Sporn und einen orangefarbenen Gaumen. Die Blütenform erinnert an ein kleines Löwenmaul, der Bestand wirkt jedoch leichter und natürlicher. Die Pflanze liefert Bestäubern, vor allem Bienen und Hummeln, Nektar und Pollen. Zudem bringt sie eine lange Blütezeit in die Pflanzung, ohne regelmäßiges Gießen zu verlangen. Bewährt hat sie sich in Kiesbeeten, Steppenpflanzungen und Naturgärten. Dort lässt sie sich mit Fetthennen, Salbei, Federgras oder Schwingel kombinieren. In der Kräuterheilkunde wird das Kraut wegen seines Gehalts an Bitterstoffen und Flavonoiden erwähnt. Verwendet wird es vor allem als aromatischer Bestandteil von Mischungen. Der Verzehr größerer Mengen kann Verdauungsbeschwerden hervorrufen. Daher gilt es nicht als typisches Kinderkraut und wird in Beeten mit essbaren Pflanzen mit Bedacht platziert. An einem geeigneten Standort breitet es sich über Rhizome und Selbstaussaat aus. In naturnahen Pflanzungen ist das ein Gewinn, in kleineren Beeten kann es jedoch eine Regulierung erfordern.
Anbau: Für den Anbau des Leinkrauts eignen sich volle Sonne und ein leichter bis mittelschwerer, gut durchlässiger Boden. Vertragen wird ein pH-Wert von leicht sauer bis alkalisch. In Gärten gedeiht es häufig in neutraler bis kalkhaltiger Erde. Auf schwereren Böden lohnt sich die Beimischung von Kies oder grobem Sand für die Drainage. Staunässe im Winter verkürzt nämlich die Lebensdauer der Horste. Nach der Pflanzung wird der Boden mäßig feucht gehalten. Nach dem Einwurzeln kommt die Pflanze gut mit Trockenheit zurecht. Sie eignet sich daher auch für Beete mit eingeschränkter Bewässerung. In Staudenpflanzungen empfiehlt sich eine sparsame Düngung im Frühjahr. Zu nährstoffreicher Boden fördert längere, weniger standfeste Stängel. Für einen kompakteren Wuchs wird nach der Hauptblüte zurückgeschnitten. Dadurch wird zugleich die Selbstaussaat eingeschränkt. Die Blüten erscheinen von Mai bis September, je nach Saisonverlauf auch länger. In unseren Breiten ist die Staude bis etwa -20 °C frosthart. Gepflanzt wird von März bis Oktober mit einem Abstand von 30–40 cm. Das entspricht etwa 6–9 Pflanzen pro m². Eine Mulchschicht aus Kies hält den Wurzelhals trocken und lässt die Blütenfarbe besser hervortreten. An trockeneren Standorten ist der Gesundheitszustand meist stabil. In zu dichten Beständen können Blattläuse oder Echter Mehltau auftreten. Im Kübel ist die Pflanze nur vorübergehend sinnvoll. Die Rhizome füllen das Gefäß mit der Zeit aus, und die Pflanze gedeiht danach besser, wenn sie geteilt und verjüngt wird.
Autor: Kristýna | Revision: 02.02. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch L) |
|---|---|
| EAN: | 2284900494178 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 40-60 |
| Blütenfarbe: | Bernstein |
| Blattfarbe: | Grün, Grau/Silber |
| Blütezeit: | Mai, Juni, Juli, August, September |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Linaria B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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