Echte Mispel 'Nottingham' Mespilus germanica 'Nottingham'
Artikelnummer: 1748Produktdetailbeschreibung
Echte Mispel 'Nottingham' - zählt zu den alten Obstgehölzen, die in Europa seit Jahrhunderten kultiviert werden. Die Sorte 'Nottingham' ist eine traditionelle britische Auslese. Wegen ihres ausgeglichenen Wuchses, des guten Fruchtansatzes und der mittelgroßen Früchte ist sie in Parks wie in Nutzgärten verbreitet. Sie bildet einen kleineren Baum oder größeren Strauch mit stabilem Gerüst und kugelig-ovaler Krone. In unseren Breiten wird sie meist 3–5 m hoch und 3–4 m breit. Die elliptischen bis verkehrt eiförmigen Blätter sind 6–12 cm lang, im Sommer sattgrün und färben sich im Herbst gelb. Im Mai öffnen sich einzelne weiße Blüten mit einem Durchmesser von etwa 3–4 cm. Sie duften zart und sind reich an Nektar, sodass sie Bienen und andere Bestäuber auch in kühleren Frühjahren anlocken. Ab Oktober werden die braunroten Früchte mit auffälligem Kelch geerntet, meist 4–6 cm groß. Nach Frosteinwirkung oder Lagerung werden sie nach und nach teigig und erweichen zu einer dicken, püreeartigen Konsistenz. Dann mildert sich ihre Herbheit, und der Geschmack geht in süßsäuerliche Noten über, die an Bratäpfel erinnern. Das Fruchtfleisch ist von Natur aus reich an Pektinen und Gerbstoffen. Deshalb wird es traditionell zu Gelee, Mus und Sirup verarbeitet oder zum Abschmecken herbstlicher Soßen verwendet. Im Garten wirkt 'Nottingham' als natürlicher Solitär. Sie lässt sich gut mit Frühjahrszwiebelblumen, Salbei, Ziergräsern und dunklen Nadelgehölzen kombinieren, vor deren Hintergrund Blüten und Früchte besonders zur Geltung kommen.
Anbau: Es empfiehlt sich ein sonniger bis leicht halbschattiger Standort, der vor extrem kalten Winden geschützt ist. Die Mispel gedeiht am besten in tiefgründigen, mittelschweren, humosen und gut durchlässigen Böden mit ausreichend Kalk. Die Bodenreaktion kann schwach sauer bis schwach alkalisch sein, etwa im Bereich von pH 6–7,5. Dank ihres tiefer reichenden Wurzelsystems verträgt sie auch Trockenperioden, in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen jedoch von Vorteil. Die Frosthärte liegt bei etwa −20 °C, ausgewachsene Bäume überstehen auch kurzzeitig tiefere Temperaturen. Da die Blüte erst im Mai erfolgt, ist sie durch Spätfröste relativ wenig gefährdet. Gepflanzt wird meist im Herbst von Oktober bis November oder im Frühjahr von März bis April, mit einem Abstand von etwa 3–4 m zu anderen Gehölzen. Die Mispel ist überwiegend teilweise selbstfruchtbar. Für einen sichereren Fruchtansatz und regelmäßige Ernten ist es jedoch günstig, mehrere Exemplare zu pflanzen oder sie in eine gemischte Obstecke zu integrieren. Der Schnitt fällt zurückhaltend aus. In den ersten Jahren geht es vor allem um den Erziehungsschnitt der Krone, später um gelegentliches Auslichten und das Entfernen dicht stehender oder beschädigter Äste. Zur Düngung bewährt sich die jährliche Gabe von Kompost oder gut verrottetem Mist im Kronenbereich. Der Boden sollte locker gehalten werden. Empfehlenswert ist eine Mulchschicht aus organischem Material, die die Verdunstung verringert und das Bodenleben fördert. An Krankheiten können Schorf oder Monilia-Fruchtfäule auftreten. Vorbeugend wirken eine luftige Krone und das rechtzeitige Aufsammeln heruntergefallener Früchte. Insgesamt ist die Mispel ein anspruchsloses, langlebiges Gehölz, das Zierwert mit der Möglichkeit verbindet, die Herbstfrüchte zu verarbeiten.
Autor: Nikol | Revision: 15.12.2025
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Exotisches Obst & Gemüse |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 400 und mehr, 300 und mehr |
| Blütenfarbe: | Weiß |
| Blütezeit: | Mai |
| Ernte-/Reifedatum: | Oktober, November |
| Verpackung: | wurzelnacktes Bäumchen |
| Plant Passport: | A: Mespilus B: CZ-4282 C: 25/FP/0029 D: HU |
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