Breitblättriger Dornfarn Dryopteris austriaca
Artikelnummer: 4971Produktdetailbeschreibung
Breitblättriger Dornfarn - in der Literatur auch unter dem Synonym Dryopteris dilatata zu finden. Diese europäisch-nordasiatische Art ist typisch für feuchtere Wälder, Schluchten und die Ränder von Moor-Fichtenwäldern, wo sie in lockerem, humosem Boden über saurem bis leicht neutralem Untergrund wächst. Sie bildet einen dichten Horst mit stark spreuschuppigem Rhizom und trägt breit dreieckige, zwei- bis dreifach gefiederte Wedel. Die jungen Wedel entrollen sich im Frühjahr aus den charakteristischen Bischofsstäben und färben sich im Laufe der Saison dunkelgrün, mitunter leicht glänzend. Die Wedel werden 60–120 cm lang, der Horst verbreitert sich mit der Zeit auf etwa 60–90 cm und bleibt dabei kompakt. Auf der Wedelunterseite erscheinen ab dem Sommer Sporenhäufchen, die meist von Juli bis Oktober reifen und anstelle einer Blüte den natürlichen Rhythmus der Pflanze bestimmen. Im Garten wirkt der Farn natürlich und ruhig, er eignet sich für die Unterpflanzung, für schattige Beete und als grüner Hintergrund für Frühjahrszwiebelblumen, Christrosen, feiner strukturierte Farne und schattenliebende Gräser.
Anbau: Bewährt hat sich ein Standort im Halbschatten bis Schatten, windgeschützt und in einem ruhigeren Mikroklima mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, etwa unter lichten Gehölzen. Am besten geeignet ist ein humoser, nährstoffreicher und stets frischer, zugleich aber durchlässiger Boden. Wichtig ist eine gute Drainage, da winterliche Nässe das Rhizom schädigt. Bevorzugt wird eine leicht saure bis neutrale Bodenreaktion von etwa pH 5,5–7,0. Die Pflanzung gelingt am besten von März bis Mai sowie erneut von September bis Oktober, bei einer Sommerpflanzung ist häufigeres Gießen einzuplanen. Das Gießen ist im ersten Jahr und bei längerer Trockenheit entscheidend. Nach dem Anwachsen verträgt der Farn kurze Trockenphasen, anhaltende Trockenheit lässt die Wedel jedoch kürzer bleiben und eintrocknen. Eine mäßige Düngung genügt, meist eine Frühjahrsgabe Kompost oder Lauberde. Eine Überdüngung mit Stickstoff führt zu weicheren Wedeln. Der Rückschnitt beschränkt sich auf das Entfernen alter und beschädigter Wedel am Ende des Winters oder im zeitigen Frühjahr, damit die neuen Triebe sauber austreiben. Eine Mulchschicht aus Lauberde oder feiner Rinde stabilisiert die Feuchtigkeit und schützt den Wurzelhals vor Temperaturschwankungen. Die Kultur im Kübel ist in einem tieferen Gefäß mit Drainageschicht und humusreichem Substrat mit gröberem Anteil möglich, im Winter ist Staunässe unbedingt zu vermeiden. Es handelt sich um einen Sporenfarn ohne Blüte und ohne Ernte. Die Frosthärte ausgereifter Horste wird mit etwa -28 bis -30 °C angegeben, bei Kahlfrost können die Wedel jedoch bereits bei etwa -10 bis -15 °C Schaden nehmen. Der empfohlene Pflanzabstand beträgt je nach angestrebter Horstgröße 45–60 cm. Bei schlechter Luftzirkulation können Blattflecken oder Echter Mehltau auftreten, in nassem Boden Rhizomfäule. Unter den Schädlingen setzen Schnecken den jungen Trieben zu, in Kübeln tritt mitunter der Dickmaulrüssler auf. Für Einsteiger ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Übergießen am zuverlässigsten.
Autor: Kristýna | Revision: 21.01. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Farne (Polypodiopsida) |
|---|---|
| EAN: | 2284900163807 |
| Lichtverhältnisse: | Halbschatten, Schatten |
| Höhe: | 60-80, 80-100, 100-120 |
| Blütenfarbe: | Keine Blume/Unscheinbare Blume |
| Blattfarbe: | Grün |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Dryopteris B: CZ-4282 C: 25/FP/0130 D: PL |
| Plant Passport 2: | A: Dryopteris B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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