Bergkiefer 'Litomyšl' Pinus mugo 'Litomyšl'
Artikelnummer: 70873 70874 9999376 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Bergkiefer 'Litomyšl' - ein zwergwüchsiges, immergrünes Nadelgehölz aus dem Formenkreis der Bergkiefern, in der Gartenpraxis häufig auch als Moor-Kiefer geführt. Die Sorte 'Litomyšl' entstand als Auslese in den Baumschulen in Litomyšl, angegeben wird etwa das Jahr 1980, und wird mit dem Namen J. Klusoň in Verbindung gebracht. Der Wuchs ist flachkugelig bis regelmäßig kugelig, mit dicht verzweigtem Aufbau. Der jährliche Zuwachs beträgt etwa 3–5 cm, im Alter von 10 Jahren erreichen die Pflanzen in der Regel 30–40 cm. Ausgewachsen messen sie je nach Kulturbedingungen meist etwa 0,4–0,7 m in der Höhe und 0,6–0,8 m in der Breite. Die Nadeln stehen paarweise, sind kurz, etwa 2 cm lang, hell- bis dunkelgrün und duften beim Zerreiben dezent harzig. Im Frühjahr fallen die violett gefärbten Knospen auf, die den Austrieb besonders betonen. Verwendung findet die Sorte in Steingärten, Heidegärten, Kiesbeeten und in Gefäßen, wo sie ganzjährig Struktur schafft. In der Kombination bewähren sich Heide, Preiselbeeren, niedrige Azaleen, Wacholder, Zwergfichten und Ziergräser. Die Nadeln bleiben mehrere Jahre an der Pflanze, sodass der Bestand auch im Winter geschlossen wirkt. Zapfen erscheinen bei Zwergformen eher unregelmäßig und sind kein wesentliches Ziermerkmal.
Bergkiefer - Pinus mugo ist ein Nadelstrauch mit eher lockerem, strauchigem Wuchs ohne Pfahlwurzel. Sie wird 1–2 m hoch und kommt überwiegend in Gebirgslagen oberhalb der Waldgrenze vor, in tieferen Lagen auch auf Mooren und Hochmooren. Oft zeigt sie bizarre Formen, die durch beständigen einseitigen Wind entstehen. Unter Gartenbedingungen wächst sie dicht und regelmäßig und gehört zu den widerstandsfähigsten Gartenkiefern. In der Natur wächst sie häufig an felsigen, sandigen Standorten, obwohl sie für gesundes Wachstum ausreichend Wasser benötigt. Dazu dienen ihr lange Wurzeln, die selbst unter ungünstigsten Bedingungen Wasser erschließen. Mit Ausnahme stark kalkhaltiger Böden verträgt sie jeden durchlässigen Boden. Die vollkommen winterharte, sehr zähe kleinere Kiefer findet vielfältige Verwendung in Gärten und im städtischen Grün.
Anbau: Die beste Färbung und Nadeldichte zeigen die Pflanzen in voller Sonne, im lichten Halbschatten wachsen viele Sorten noch zuverlässig, die Krone wird jedoch lockerer. Ein windgeschützter Standort ist vor allem im Winter von Vorteil, wenn Wind und Sonne zusammen das Austrocknen der Nadeln fördern, in warmen Tieflagen hilft ein Mikroklima mit kühlerem Untergrund und Mulch. Bewährt hat sich ein durchlässiger, sandig-lehmiger bis steiniger Boden, in schweren Tonböden ist eine Drainage wichtig, denn Zwergformen reagieren empfindlich auf Staunässe. Der empfohlene pH-Wert liegt bei etwa 4,5–6,5, in vielen Gartenböden funktioniert auch ein leicht saures bis schwach neutrales Milieu. Containerpflanzen werden von März bis November gepflanzt, in der warmen Jahreszeit mit regelmäßigem Gießen, damit der Wurzelballen besonders im ersten Sommer nicht austrocknet. Nach dem Einwurzeln ist die Trockenheitsverträglichkeit mittel bis hoch, dennoch lohnt sich bei Zwergsorten während langer Hitzeperioden eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Die Düngung erfolgt sparsam, im Frühjahr mit einer kleineren Gabe Langzeitdünger für Nadelgehölze, ein Stickstoffüberschuss fördert weichen Zuwachs und erhöht das Krankheitsrisiko. Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich, zur Verdichtung werden mitunter die jungen „Kerzen“ im Mai bis Juni eingekürzt. Rindenmulch stabilisiert Feuchtigkeit und Bodentemperatur. Die Kultur im Gefäß ist verbreitet, nötig sind eine Drainageschicht, ein durchlässiges Substrat und ein Winterschutz für das Gefäß gegen das Durchfrieren der Wurzeln, bei Tauwetter wird die Feuchtigkeit kontrolliert. Die Frosthärte von Zwergkiefern ist hoch, etwa -30 °C, ein Risiko stellen eher Frosttrocknis und Staunässe dar. An Schädlingen können bei Trockenheit Spinnmilben und Blattläuse auftreten, an Krankheiten Schüttepilze sowie in schweren Böden Wurzelfäulen. Der Pflanzabstand richtet sich nach der Endbreite, als Richtwert 0,8–1,5 m bei Kissenformen und etwa 1,5–2,5 m bei breiteren Zwergsorten.
Autor: Kristýna | Revision: 05.01.2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Kiefern (Pinus) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 40-60, 60-80 |
| Blattfarbe: | Grün |
| Pflanz- und Pflegeanleitung: | Anleitung zum Anbau von Nadelbäumen - /anleitungen-zum-anbau-von-nadelbaeumen/ |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Pinus B: CZ-4282 C: 25/FP/0056 D: CZ |
| Plant Passport 2: | A: Pinus B: CZ-4282 C: 26/FP/0018 D: CZ |
Diskussion
Seien Sie der Erste, der einen Beitrag zu diesem Artikel schreibt!
