Antarktische Scheinbuche Nothofagus antarctica
Artikelnummer: 132859Detaillierte Produktbeschreibung
Pabuk südlicher – ein laubabwerfender Baum oder ein größerer, mehrstämmiger Strauch aus der Familie der Pabukgewächse, heimisch im Süden Chiles und Argentiniens, einschließlich der kalten Regionen Patagoniens und Feuerlands. In der Natur wächst er vom Flachland bis in Bergregionen, an Waldrändern, im Übergang zwischen Wald und Steppe, an kargen Hängen sowie an feuchten subalpinen Standorten. Gerade diese Variabilität erklärt seine Widerstandsfähigkeit, den unregelmäßigen Habitus und die Fähigkeit, sich an rauere Bedingungen anzupassen. In Gärten bleibt er meist kleiner als in freier Natur, in der Regel 8–12 m hoch und 4–8 m breit; in sehr günstigen Parkanlagen kann er noch mehr erreichen. Die Krone ist luftig, oft malerisch unregelmäßig, mit einer feinen Verzweigung und gelegentlich mehreren Stämmen. Die Blätter sind klein, 2–4 cm lang, oval, glänzend, gewellt bis fein gezähnt und im Sommer frisch bis mittelgrün. Im Herbst färben sie sich in Gelb-, Gold- und Orangetönen. Die Rinde ist braun bis schokoladenfarben und an jüngeren Zweigen auffällig mit hellen Lentizellen besetzt, sodass der Baum auch nach dem Laubfall interessant bleibt. Die Blüten sind klein, gelbgrün und unauffällig, die Früchte haben keine dekorative Bedeutung. Der Pabuk eignet sich hervorragend als Solitär für größere Gärten, in Parkanlagen, naturnahen Kompositionen und an Gewässern mit guter Drainage. Er harmoniert wunderbar mit Farnen, Ziergräsern, Schneebällen, Ahornen, Robinien und einem Untergrund aus Waldstauden.
Pflege: Unter unseren Bedingungen benötigt er einen sonnigen bis halbschattigen Standort, idealerweise mit höherer Luftfeuchtigkeit und Schutz vor extremen trockenen Winden in den ersten Jahren. Der Boden sollte humos, nährstoffreich, feucht, aber gut durchlässig sein, mit einem sauren bis neutralen pH-Wert von etwa 5,0–7,0. Kalkhaltige, flachgründige und dauerhaft trockene Böden sind nicht geeignet, ebenso wie dauerhaft überstaute Stellen ohne Sauerstoff in der Wurzelzone. Die Pflanzung ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Oktober am günstigsten. Beim Baum sollte man einen Abstand von mindestens 5–6 m zu Gebäuden und kleineren Gehölzen einplanen, bei freien Gruppen einen Abstand von 4–6 m. Nach der Pflanzung helfen eine Stammstütze und eine Mulchschicht aus Laub oder Rinde, um eine gleichmäßige Feuchtigkeit zu halten. Das Gießen ist vor allem in den ersten zwei bis drei Jahren sowie in längeren Trockenperioden wichtig. Eine mäßige Düngung genügt, am besten mit Kompost im Frühjahr; starke Stickstoffgaben sind nicht geeignet. Der Schnitt beschränkt sich auf das Entfernen von trockenen, sich kreuzenden oder beschädigten Ästen; der natürlich unregelmäßige Habitus ist einer der Hauptzierwerte. Die Art ist frosthart bis ca. −20 °C bis −23 °C; junge Pflanzen an offenen, frostgefährdeten Standorten gedeihen besser mit einem Winterschutz-Mulch und Stammschutz. Nach der Anwurzelung verträgt er Wind und Kälte gut, jedoch weniger lange Sommertrockenheit in flachgründigen Böden. Mögliche Probleme sind Blattläuse, Schmierläuse, Rindenschäden durch Wild sowie in Gärten mit Vorkommen von Hallimasch auch Wurzelkrankheiten.
Autor: Kristýna | Überarbeitet: 26.06. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Weitere Ziergehölze & Raritäten |
|---|---|
| EAN: | 2284900474019 |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Nothofagus B: CZ-4282 C: 25/FP/0134 D: NL |
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