Adlerfarn Pteridium aquilinum
Artikelnummer: 3525Produktdetailbeschreibung
Adlerfarn - ein Rhizome bildender Farn mit außergewöhnlich großem Verbreitungsgebiet in der gemäßigten Zone Europas, Asiens und Nordamerikas. In der Natur besiedelt er lichte Wälder, Kahlschläge, Heiden und gestörte Standorte, wo er sich dank langer unterirdischer Rhizome rasch ausbreitet und geschlossene Bestände bildet. Im Frühjahr erscheinen die typischen „Bischofsstäbe“ der jungen Wedel, die sich nach und nach zu großen, dreifach gefiederten Fächern entfalten. Die Wedel sind dreieckig, fein gegliedert, ausgewachsen meist 0,8–1,5 m hoch, und der Bestand kann sich je nach Platz auf 1,5–2 m und mehr ausdehnen. Die Pflanze blüht nicht, sie vermehrt sich über Sporen, die meist von Juli bis August auf der Unterseite der Fiederblättchen in länglichen, vom Blattrand bedeckten Sporenhäufchen reifen. In der Gartengestaltung bringt er einen ausgeprägten Waldcharakter und bildet einen schönen Kontrast zu großblättrigen Stauden wie Funkien und Schaublatt oder zu blühenden Gehölzen im Halbschatten. Zugleich ist zu beachten, dass es sich um eine giftige Art handelt, die Stoffe enthält, die beim Verzehr für Mensch und Tier schädlich sind, daher wird er nicht als essbarer Farn verwendet. Sehr schön wirkt er etwa in Kombination mit gelbem Sonnenhut.
Anbau: Geeignet ist ein halbschattiger bis schattiger Standort, auch volle Sonne wird vertragen, sofern der Boden im Sommer gleichmäßig feucht bleibt und die Wurzeln sich nicht überhitzen. Am besten eignet sich ein tiefgründiger, durchlässiger Boden mit gutem Wasserhaltevermögen, von sandigem Lehm bis Lehm, mit einem pH-Wert von etwa 5,5–7,5. Auf schweren, nassen Böden leidet er, auf ärmeren, sauren Standorten gedeiht er dagegen oft sehr gut. Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Oktober, meist mit geteilten Rhizomen. Der Pflanzabstand beträgt etwa 60–80 cm, damit sich die Wedel voll entfalten können, für eine flächige Bedeckung rechnet man mit etwa 1–2 Pflanzen pro m². Gießen ist vor allem nach der Pflanzung wichtig, später findet die Pflanze dank der Rhizome leichter Wasser, bei langer Trockenheit kann sie dennoch vorzeitig einziehen. Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, in humosen Böden genügen im Frühjahr eine Gabe Lauberde oder Kompost und eine Mulchschicht, die die Feuchtigkeit stabilisiert. Der Rückschnitt beschränkt sich auf das Entfernen abgestorbener Wedel am Ende des Winters oder zeitig im Frühjahr. Zur Kontrolle der Ausbreitung empfiehlt sich eine Rhizomsperre oder das regelmäßige Entfernen der Rhizomausläufer. Die Frosthärte liegt unter mitteleuropäischen Bedingungen meist bei etwa −30 °C. Krankheiten und Schädlinge treten selten auf, in jungen Pflanzungen können Schnecken schaden, das Hauptrisiko ist eher die unkontrollierte Ausbreitung und eine Pflanzung an Stellen, an denen Nutz- oder Haustiere Zugang zur Pflanze haben könnten.
Autor: Kristýna | Revision: 06.02. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Farne (Polypodiopsida) |
|---|---|
| EAN: | 2284900095771 |
| Lichtverhältnisse: | Halbschatten |
| Höhe: | 120-140, 140-160, 100-120 |
| Blattfarbe: | Grün |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Pteridium B: CZ-4282 C: 26/FP/0034 D: PL |
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